Jugendprojekt in Kulturherberge trägt zur Völkerverständigung bei

Kulturen kennenlernen

Applaus für die Gruppe des Musikworkshops. Annabell Neumann aus Wrisbergholzen überzeugt mit Gitarrenspiel und Sologesang.

WERNERSHÖHE Beim zweiten internationalen Jugendkulturaustauschprojekt begaben sich 70 Jugendliche aus sieben europäischen Ländern auf die Spuren gemeinsamer Mythen. In der Kulturherberge erlebten Jugendliche aus Deutschland, Estland, Frankreich, Polen, Lettland, Rumänien und England zehn erlebnisreiche Tage und Nächte in Zelten und den Herbergsräumen.

Das Projekt stand unter dem Motto „Between culture & nature – Auf den Spuren gemeinsamer Mythen“. Dabei wurde der Bezug regiokultureller Besonderheiten in den Vordergrund gestellt. So erfolgte ein typisch deutsches Boßelturnier in Sibbesse, an dem auch Jugendliche teilnahmen, die nicht im Camp waren. Ab und zu flitzte der Hödeken, eine Sagengestalt aus dem Leinebergland, mit klassischem Filzhut in Blitzgeschwindigkeit über das weitläufige Gelände der Kulturherberge. Tagsüber beschäftigten sich die Teilnehmer in gemischten Gruppen mit den Themenfelder Natur, Kultur, Mythos, Vergangenheit und Zukunft, oder in Aktionsgruppen beim Klettern, Feuerstättenbau, Bildhauerei/ Druck, Musik, Theater und Dokumentation. Mitorganisator Dirk Becker erklärte „Über Mittel und Methoden interkulturellen Lernens werden Barrieren und Vorurteile abgebaut, Gemeinsamkeiten, Freundschaften und Vernetzung gefördert.“ Das sei in diesem Jahr wieder hervorragend gelungen. Johannes Frommer, Jugendpfleger der Gemeinde Sibbesse, zeigte sich erfreut darüber, dass in diesem Jahr einige Jugendliche aus dem Landkreis Hildesheim dabei waren. So bot Lena Frühling eine satte Vorführung beim Abschlussfest, als sie als Hödeken bei einem „Flying-Fox“ in mehreren Metern Höhe, über die Köpfe der Jugendlichen sauste. Viel Applaus erntete Musa Ismail aus Westfeld für einen selbstkreierten Rap-Song, den er aus einer Baumkrone heraus hielt. Annabell Neumann aus Wrisberholzen überzeugte mit Gitarrenspiel und Sologesang. Beim mehrstündigen Abschlussfest zeigten alle Gruppen die Ergebnisse ihrer Arbeit und rundeten damit den Gedanken der europäischen Völkerverständigung und das Wissen über verschiedene Kulturen, ihre Mythen und Gebräuche ab.

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