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Komplette Bandbreite moderner Blasmusik

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Das große Herbstkonzert des Musikzuges Adenstedt begeistert die Zuhörer in der voll besetzten Sporthalle. Foto: Meyfarth
Das große Herbstkonzert des Musikzuges Adenstedt begeistert die Zuhörer in der voll besetzten Sporthalle. Foto: Meyfarth

ADENSTEDT  Blasmusik zieht Menschen an – und das nicht nur in Bayern. Das große Herbstkonzert des Feuerwehr-Musikzuges Adenstedt begeisterte die Zuhörer in der voll besetzten Sporthalle. Jeder Dirigent prägt sein Orchester und das Programm. Für die Inhalte sorgte Dennis Henze, der das Konzert leitete und mit der Auswahl der gespielten Stücke frische Akzente setzte. Nicht althergebrachte Marschmusik stand im Zentrum des Programms, sondern fast ausschließlich moderne Arrangements. Henze hatte mit seinen Musikern ein anspruchsvolles Programm einstudiert, das in seiner Vielfalt an Stilmitteln, Klangfarben und Rhythmik die ganze Bandbreite moderner Blasmusik abbildete. Dabei ließ er den Musikern Raum zur Entfaltung. In Soli überzeugten unter anderem Karl-Heinz Bock (Flügelhorn) und Torsten Warnecke (Trompete). Auch die Ansagen zwischen den Titeln überließ er den Mitgliedern des Musikzugs.

Nach dem Auftakt mit „The Pacific“, das Schlagzeuger Björn Post arrangiert hatte, waren Dirigent und Orchester mit „The Lion King“ der beliebten Filmmusik mit bekannten Titeln wie „Circle of Life“, „Hakuna Matata“ oder „Can you feel the love tonight“ schnell in ihrem Element.

Nach einen kurzem Ausflug in die klassische Blasmusik mit „Aus Böhmen kommt die Musik“ bezauberten die Musiker mit Peter Maffays „Nessaja“ aus „Tabaluga“ ihr Publikum.

Das fetzige Coldplay-Medley von Michael Brown aus bekannten Charts-Lieder „Clocks“, „Lost“ und „Viva la Vida“ der weltweit erfolgreichsten Pop-Rock-Band des vergangenen Jahrzehnts trugen die Musiker sehr ausdrucksstark vor.

Dirigent Dennis Henze ist von Haus aus auch Schlagzeuger und so erstaunte es wenig, dass nicht nur bei diesem Stück das eigens für das Konzert erweiterte Schlagwerk beeindruckende Akzente setzte. Drei auswärtige Schlagzeuger unterstützten die Adenstedter und auch der Musikzug selbst hat in diesem Jahr in einige neue Percussionsinstrumente investiert. So konnte während des Konzertes die ganze Bandbreite der Musikstücke auch im Schlagwerk abgedeckt werden. Die Freunde der Marschmusik kamen schließlich bei dem temperamentvollen „The Police Academy March“ auf ihre Kosten. Das jüdische Volkslied „Shalom Alechem“ von Johan Nijs begann anschließend mit leise getragenen Tönen, die jedoch von fröhlichen Passsagen abgelöst wurden. Nach „When you say nothing at all“ kamen die Musiker mit „The Best of Phil Collins“ und schließlich „Tage wie dieser“ zum umjubelten Höhepunkt des Abends. Auch ohne Streicher griffen die Musiker bei der Rockballade „Music“ von John Miles ganz tief in die Kiste der großen Gefühle, wirkten dabei jedoch keineswegs sentimental. Der satte Bläserklang eignete sich bestens, um die Spannungskurven knackig aufzubauen. Mit „King of Pop“ ließ das Orchester am Ende schließlich Michael Jackson wieder auferstehen.

Mit der Zugabe bedankte sich das Orchester unter anderem auf traditionelle Weise mit dem Florentiner Marsch. Mit Ovationen und Bravo-Rufen machte sich die Begeisterung der Zuhörer am Ende Luft. pbm

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