Neuer Ortsbrandmeister in Segeste gewählt

Knösel übernimmt

Führungswechsel bei der Feuerwehr Segeste (v.l.): Stellvertretender Gemeindebrandmeister Markus Temme, Ortsbrandmeister Heinz Stahl mit Nachfolger Markus Knösel, Samtgemeindebürgermeister Hubertus Schneider und Gemeindebrandmeister Jürgen Kuhlemann.

SEGESTE Wachablösung bei der Ortsfeuerwehr Segeste: Nach 23 Jahren an der Spitze trat Heinz Stahl nicht mehr an, die Mitglieder stimmten während der Jahreshauptversammlung für Markus Knösel als Stahls Nachfolger.

Der scheidende Wehrführer, 1961 geboren, trat 1978 der Wehr in seinem Heimatort bei und besuchte in der Folgezeit unterschiedliche Lehrgänge. 1987 wurde der Postbeamte zum Kassenführer gewählt, 1991 zum Ortsbrandmeister. Der neue Chef, Jahrgang 1974, hat eine Lehramtstudium abgeschlossen und engagiert sich seit jeher besonders auf dem Gebiet der Nachwuchsarbeit. Er gehörte 1988 zu den Gründungsmitgliedern der örtlichen Jugendabteilung, war von 1994 bis 2012 Jugendwart in Segeste und von 2000 bis 2009 zusätzlich für die Samtgemeinde Sibbesse. Vorbehaltlich der Zustimmung durch den Samtgemeinderat wird er das Amt des Ortsbrandmeisters versehen, Gemeindebrandmeister Jürgen Kuhlemann und weitere Redner stellten ihm bereits Unterstützung und gute Zusammenarbeit in Aussicht.

Viermal musste die Freiwillige Feuerwehr Segeste im vergangenen Jahr ausrücken: Zweimal kam es zum Hochwassereinsatz, eine Ölspur war zu beseitigen, und aus Almstedt kam Brandalarm. Übungsdienst wurde 39-mal geleistet, 16 Veranstaltungen dienten der Pflege der Kameradschaft, der Dorfgemeinschaft und der Verbindungen zu Nachbarorten. Außerdem fanden 16 Sitzungen statt, so dass insgesamt 75 Zusammenkünfte zu verzeichnen waren. Das ging während der Jahreshauptversammlung aus den Berichten des scheidenden Ortsbrandmeisters Heinz Stahl und seines Stellvertreters Cedrik Meyer hervor.

Die Zahl der Mitglieder beträgt 111, darunter 23 Aktive in der Einsatzabteilung und sieben Aktive in der Reserve, zwölf Jugendliche, 17 Alterskameraden und 52 Förderer. Den acht Atemschutzträgern stehen derzeit nur zwei Geräte zur Verfügung, zwei weitere sind wünschenswert. Unter den Lehrgangsteilnehmern 2013 sind besonders zu nennen Kai Maximilian Manke (Sprechfunk in Groß Düngen) und Christian Heinz (Truppführer in Celle).

Die Jugendwehr mit ihren elf Mitgliedern konnte auf 55 Zusammenkünfte zurückblicken. Das Spektrum reichte von der Teilnahme an Wettbewerben über das Einsammeln der Weihnachtsbäume und den Tag des Umweltschutzes bis zu Bowling und Disco.

Samtgemeindebürgermeister Hubertus Schneider informierte über Investitionen im Bereich der Feuerwehren von 580 000 Euro. Er bekräftigte die Notwendigkeit eines Atemschutzverbands und setzte sich für die Erhaltung auch kleiner Feuerwehren ein, die durch genaue Ortskenntnis beim ersten Zugriff im Vorteil sind. Den jüngsten Truppmannlehrgang haben sämtliche Teilnehmer erfolgreich abgeschlossen – wenn alle auch auf lange Sicht dabeibleiben, zeigte sich der Verwaltungschef zuversichtlich für die weitere Entwicklung der Feuerwehren in seinem Einzugsbereich. bs

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