Große Geflügelschau am kommenden Wochenende in der Hellmut-Schneider-Halle

Hühner-Raritäten in Hönze zu bestaunen

Diese stark bemuskelten und bärtigen Orloff-Hühner mit scharfem Blick stammen aus dem europäischen Teil Russlands und sind in Hönze an diesem Wochenende zu sehen. Fotos: Schütte

HÖNZE Saisonabschluss und Finale aller Rassegeflügelschauen im Hildesheimer Land an diesem Wochenende in Hönze: „Wir haben ein Klassefeld von 416 insgesamt Ausstellungstieren, darunter 180 edle Tauben, 128 Zwerghühner, 80 von den großen landläufigen Wirtschaftsrassen und weiteres an Wassergeflügel“, rechnet Elsa Mohmeyer vor. Die Chefin vom Geflügelzuchtverein Gronau-Sibbesse bereitete seit Wochen diese große Rassegeflügelschau als letzte solcher Veranstaltungen im Hildesheimer Kreisverband vor. Die findet am 11. und 12. Januar in der Hellmut-Schneider-Halle in Hönze statt. An beiden Ausstellungstagen können Besucher die interessanten Präsentationen von Rassegeflügel und Tauben jeweils in der Zeit von 10 bis 17 Uhr bewundern.

„Alles muss stimmen, damit für jedes Tier ein normgerechter Käfig parat steht, entsprechend den Ausstellungsvorschriften“, sagt die engagierte 70-Jährige. „Die Zahl von 45 Züchtern aus den eigenen Reihen und Ausstellern aus der gesamten Region kann sich schon sehen lassen, das freut uns“, meint Elsa Mohmeier. Absagen an weitere Züchter mussten ausgesprochen werden, weil kein Platz mehr vorhanden war.

Allerdings steckt dahinter sehr viel Arbeit, rechnet sie vor. Das kennt die Expertin aus Eberholzen schon seit vielen Jahren. Ihr Mann Heinrich (72) und weitere Vereinsmitglieder vom GZV Gronau-Sibbesse stehen ihr dabei zur Seite und helfen mit. In den letzten Tagen musste das gesamte Käfigmaterial, etliche Zentner schwer, in die Ausstellungshalle gebracht und dann fachmännisch aufgebaut werden. Das klappte alles bestens, hieß es im Umfeld.

Auf jeden Zentimeter kommt es hier an, weil das Dorfgemeinschaftshaus in Hönze von der Fläche her nicht allzu groß ist. Die Ausstellungsleiterin hatte dafür aber längst vorgesorgt und bereits vor Jahren einen Plan skizziert. „Alles muss hier exakt passen“, verrät Elsa Mohmeier.

Die Eröffnungsfeier findet am Sonnabend um 10.30 Uhr statt. Dazu haben sich als Ehrengäste auch die stellvertretende Landrätin Waltraud Friedemann und Kreislandwirt Dr. Thomas Stadler als Vertreter der Niedersächsischen Landwirtschaftskammer angekündigt.

Dass es im Hildesheimer Land an echten Hühner-Raritäten nicht mangelt, das beweist die Abteilung der landläufigen Rassen. Dazu gehören die „Appenzeller Spitzhauben“ mit Hörnerkamm und darüber die Spitzhaube, als die Nationalrasse der Eidgenossen aus dem Kanton Appenzell bekannt. Außerdem sind die stark bemuskelten und bärtigen Orloff-Hühner aus dem europäischen Teil Russlands vertreten. Zu den „Hinguckern“ zählen außerdem die spanischen Andalusier und die französischen Marans, die als schokoladenbraune Eierleger in ganz Europa gefragt sind.

Bei den kleinen Rassehühnern fallen sofort die Javanesischen Zwerghühner und vor allem die Chabo-Urzwerge mit ihren aufrecht stehenden Schwänzen auf, deren Hobby-Züchter in Japan sogar vom Staat gefördert werden.

Die fünf Preisrichter vom Landesverband Hannover bewerten am Freitag alle Tiere und küren außerdem das „beste Tier der Schau“. Vielleicht könnte es sich dabei unter den vielen Elitetieren auch ein Exemplar aus den Reihen der 18 Taubenrassen sein. Denn hier treten beispielsweise die Züchter Hartwig Prost mit Enkel Dominik Rerrer aus Petze (GZV Gronau-Sibbesse) mit ihren Altdeutschen Mövchen-Tauben gegen den zig-fachen Deutschen- und Europameister Wilfried Kuhnert aus Hoheneggelsen (RGZV Algermissen) an. Bei der Eröffnungsfeier werden die Ergebnisse offiziell verkündet. gs

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