Adenstedter Förderverein „Pro Adenstedt“ realisiert erstes Großprojekt

Historischer Friedhofszaun erstrahlt im neuen Glanz

Der Vorsitzende des Fördervereins „Pro Adenstedt“ Oswald Jakobi dankt den Sponsoren für die Unterstützung. Foto: Meyfarth

Adenstedt Nun erstrahlt er wieder in neuem Glanz, der historische Zaun am Adenstedter Friedhof. Und damit hat der im Mai 2012 gegründete Förderverein „Pro Adenstedt“ auch gleich sein erstes großes Projekt erfolgreich abgeschlossen. 20 000 Euro hat das Vorhaben gekostet, das Dank großzügiger Unterstützung verschiedener Einrichtungen und dem unermüdlichen Einsatz der Mitglieder realisiert werden konnte.

Vor Ort haben sich die Sponsoren in der vergangenen Woche das Ergebnis angesehen. Oswald Jakobi von „Pro Adenstedt“ dankte für die Unterstützung und ließ noch einmal kurz die Geschichte des Zaunes Revue passieren. Architekt Gustav Behre erläuterte anschließend die einzelnen Arbeitsschritte. Die Restaurierung des Eisenzaunes lag den Adenstedtern schon lange am Herzen. Der etwa 60 Meter lange Zaun wurde um 1900 von drei Dorfschmieden in zwei Abschnitten als Abschluss des 1868 neu angelegten Friedhofs an der Straße nach Irmenseul angefertigt. Im Laufe der Jahrzehnte hatte Grünwuchs die schmiedeeiserne Einfriedung überwuchert. Die schönen Verzierungen waren kaum noch zu erkennen, der Sockel war rissig.

Vor der Realisierung des Vorhabens hatte sich der Verein zunächst Rat vom Amt für Denkmalpflege geholt. Schon im Vorfeld stellte sich heraus, dass umfangreiche Schlosser-, Maurer- und Malerarbeiten erforderlich waren, um den wertvollen und bedeutenden Zaun wieder in einen guten Zustand zu bringen. Bevor die Fachfirmen mit der Restaurierung beginnen konnten, mussten zunächst einmal die Mitglieder des Fördervereins anrücken. In insgesamt rund 60 Stunden befreiten zwölf Mitglieder Zaun und Sockel von Grünwuchs. Dann gingen die Experten an die Arbeit. „Ein echtes „Drama“ war der Sockel“, sagte Gustav Behre: „Der war teilweise sehr ausgefranst.“ Mit Spezialmörtel besserten die Fachfirmen Risse aus. An einigen Stellen wurde der Sockel zum Schutz schließlich mit Zementplatten abgedeckt. Der Zaun selbst musste auseinander genommen und entrostet werden. Gleich mehrere Schichten Speziallack schützen das Eisen jetzt. „Nun haben wir für ein paar Jahrzehnte Ruhe“, sagte Behre. Von den Kosten übernahmen die Sponsoren rund 13 000 Euro. Gefördert wurde das Projekt von der Leader-Region Leinebergland, der Sparkasse Hildesheim, der Volksbank Hildesheimer Börde, dem evangelischen Pfarramt und der Bingo-Stiftung. „Rund 7 000 Euro mussten wir aus unserer leider noch nicht so üppig gefüllten Kasse beisteuern“, sagte Oswald Jakobi. Doch der Förderverein mit seinen 70 Mitgliedern ist stolz auf das erste realisierte Projekt und hat schon das nächste im Blick. „Dann machen wir uns wohl an den Ehrenfriedhof“, sagt Karl Schünemann.

Für den unermüdlichen Einsatz der Helfer dankte Oswald Jakobi. Im Laufe dieses Monats will der Vorstand alle Mitglieder persönlich zu einer Versammlung einladen, um über das Zaunprojekt und die Finanzierung zu berichten. pbm

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