Feuerwehr Eberholzen feiert ihr 112-jähriges Bestehen / 36 Jahre Jugendfeuerwehr

Gute Zusammenarbeit gelobt

EBERHOLZEN Eine „runde“ Jubiläumszahl ist die 112 eigentlich nicht. Doch für eine Freiwillige Feuerwehr, die unter diesem Notruf jederzeit zur Hilfe eilt, bietet sie durchaus den passenden Anlass zu einem Geburtstagsfest. So feierten die Blauröcke in Eberholzen am Wochenende ihre Gründung im Jahre 1902 und gleichzeitig das 36-jährige Bestehen ihrer Jugendabteilung.

Ortsbrandmeister Markus Temme freute sich beim Festakt über den guten Besuch und erinnerte an markante Daten aus der Geschichte. Dazu gehört die Entstehung der Freiwilligenmannschaft aus einer vorherigen Pflichtfeuerwehr ebenso wie das Jahr 1993, als endlich Atemschutzausrüstung beschafft wurde, nachdem ausgebildete Kräfte schon lange bereit standen. Es fehlte nicht an aktuellen Bezügen: Im Jahr 1966 gingen das gegenwärtige Feuerwehrgerätehaus und ein neues Einsatzfahrzeug in Betrieb. Jetzt, nach einem halben Jahrhundert, muss das Fahrzeug noch einige Zeit aushalten, doch der Neubau steht unmittelbar bevor, und der Wehrführer bat um rege Mithilfe im Rahmen der Eigenleistung. In früheren Jahrzehnten gehörte Eberholzen zeitweise zum Feuerlöschverband Eitzum, dann zum Unterkreis Brüggen, später zum Unterkreis Sibbesse. Was wird die kommunale Neuordnung bringen? Temme lobte die langjährige gute Zusammenarbeit mit den Kameraden aus Heinum und Wallenstedt, die an Verwaltungsgrenzen nicht Halt macht – dazu passte auch, dass an diesem Abend die Freiwillige Feuerwehr Deinsen den Thekendienst übernommen hatte. Die Jugendabteilung wird heute gemeinsam mit der Nachbarwehr Hönze betrieben. Eigene Nachwuchsarbeit gibt es aber in Eberholzen bereits seit 1978. Neben der technischen Ausbildung stand stets das Gemeinschaftserlebnis, so dass eine Frankreichfahrt 1980 gleichermaßen wie die Abnahme der Leistungsspange seit 1987 zu den Meilensteinen der Jugendwehr gehören.

Ehrenamtliches Engagement sei gerade in kleineren Ortschaften wichtig und durch professionelle Kräfte keinesfalls zu ersetzen, betonte Landrat Reiner Wegner in seinem Grußwort.

Samtgemeindebürgermeister Hubertus Schneider hob die Bedeutung des Dienstes für die Ortsgemeinschaft hervor und appellierte in diesem Sinne ebenfalls an alle Bürger, die anstehenden Bauarbeiten zu unterstützen. Beide waren ebenso wenig mit leeren Händen gekommen wie Eberholzens Bürgermeister Rudolf Brandes und die Vertreter der Feuerwehr mit Gemeindebrandmeister Jürgen Kuhlemann an der Spitze, schließlich überbrachten auch die Vertreter der örtlichen Vereine ihre Glückwünsche.

Ein Dankeschön gab es für Familie Görgens, die es trotz laufenden Betriebs mit Viehhaltung wieder möglich machte, dass auf ihrem Hof gefeiert wurde. Der Musikverein Eberholzen hatte bereits vor dem Kommers den vom DRK ausgerichteten Kaffeenachmittag und die Totenehrung umrahmt und war auch beim Festgottesdienst am nächsten Morgen dabei. Den Ausklang am Sonntag bildete ein Spanferkelessen, dazu spielte der Musikzug Sibbesse. bs

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