Freiwillige nehmen Tannenbäume an

Das Ende der Fest-Pracht

Marcel Kloidt, Florian Vogel und André Ceglarek kümmern sich um die ordnungsgemäße Abgabe und das Schreddern und bedanken sich für die Spenden der Bürger.
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Unter der Federführung des Ortsrates haben sich einige Sibbesser zusammengetan, um die Tannenbäume am Sportplatz anzunehmen und zu schreddern.

Sibbesse – Da geht er hin, der ganze Stolz der weihnachtlichen Wohnzimmer: Zweieinhalb Wochen nach Heiligabend verabschiedeten sich am Sonnabend, 9. Januar, die meisten Bürger von ihren einst liebevoll geschmückten Tannenbäumen. Doch aufgrund der Pandemie konnten die traditionellen Sammeltouren der Jugendfeuerwehren, Sportvereine und anderen Initiativen nicht erfolgen. Alternative und vor allem coronakonforme Entsorgungs-Ideen wurden gesucht – und gefunden.

Unter der Federführung des Ortsrates hatten sich einige Sibbesser zusammengeschlossen, um die Tannenbäume am Sportplatz anzunehmen. Das Angebot wurde am Sonnabend bestens angenommen – zahlreiche Bürger folgten dem Aufruf. Immer wieder war zu hören, wie sich die Bürger über das alternative Angebot der Tannenbaumentsorgung freuten. „Die Aktion läuft bestens. Ein kleiner Anhänger ist bereits voll und der große füllt sich immer weiter“, meinte Ortsbürgermeister André Ceglarek während der Aktion. Viele Bürger hatten sich mit ihren Nachbarn ausgetauscht und transportierten gleich fünf oder sechs Bäume per Anhänger zum Sportplatz. Zahlreiche Tannen wurden auch zu Fuß gebracht. „Es kommen auch Bäume aus den anderen Dörfern. In Möllensen wurden die Bäume zentral gesammelt und dann nach Sibbesse gebracht“, berichtete Ceglarek. Am Sportplatz wurden die Tannen direkt von den Freiwilligen geschreddert. Marcel Kloidt, Sebastian Schiweck, Florian Vogel und André Ceglarek sorgten für einen reibungslosen Ablauf und hatten auch die Maskenpflicht im Blick. „Die Spenden kommen zu 100 Prozent der Sibbesser Jugendfeuerwehr zugute. Für sie ist das Sammeln der Tannenbäume die größte Einnahmequelle“, erklärte Ceglarek. Mehr als 1 000 Euro waren am Ende der Aktion für den Nachwuchs der Feuerwehr zusammengekommen. Ausgaben hatten die Freiwilligen hingegen nicht. Familie Büsse aus Sibbesse hatte Trecker und Mulde zur Verfügung gestellt und Jens Brückner den Schredder verliehen. Für die Verpflegung der Helfer sorgte Karl Vogel und verschiedene Bürger brachten warme Getränke. „Die geschredderten Tannenbäume werden nun zum Kompostwerk gebracht. Uns ist die Aktion auch wichtig, damit die Bäume nicht einfach in der Umwelt entsorgt werden“, erklärte Ceglarek.  – stw

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