Neujahrskonzert in Sibbesse: Palette reicht von Kirchenmusik bis zur Karl-May-Filmmusik

Feuerwerk der Blasmusik in St. Nicolai-Kirche

Auch beim Neujahrskonzert des Musikzugs Sibbesse trieb Marcus Müller-Todo „seine“ Musiker an. Foto: Neumann

SIBBESSE Bei seinem ersten Neujahrskonzert in der Nicolai-Kirche zündeten der Musikzug der Ortsfeuerwehr Sibbesse und das Chörli ein wahres Feuerwerk der Blasmusik ab. Es war ein Auftakt zur 1025-Jahrfeier wie es sich die Sibbesser nicht anders hätten wünschen können.

„Von der Idee eines Neujahrskonzerts in unserer Kirche war ich sofort angetan. Was gibt es Schöneres als das neue Jahr mit Musik zu beginnen“, begrüßte Hausherr Pastor Dr. Claudio Steinert die Besucher. Bürgermeister Thomas Oelker sprach in seinen Begrüßungsworten über das vielfältige Programm des ereignisreichen Jahres. „Es ist schlimm, wenn alle feiern und keiner kommt“, ermutigte er das Publikum, an den Veranstaltungen der 1025-Jahr-Feier teilzunehmen. Abwechselnd führten Nicole Müller, Sven und Lars Bootsmann durch das Programm. In ihrer lockeren Moderation stellten sie die Komponisten vor und sprachen von Details der einzelnen Musikstücke.

Die Bandbreite des Blasorchesters reichte von sakraler und klassischer Musik, über Pop und Marsch, Operettenmelodien bis hin zur Filmmusik. „Ich hoffe, es ist für jeden etwas dabei“, sagte Dirigent Marcus Müller-Todo zuversichtlich. Es ist sein zweites Konzert mit dem Sibbesser Musikzug. Heinrich Wunram, erst vor kurzem wieder gewählter Musikzugführer, betonte in seinen Neujahrsgrüßen: „Mit Spaß und Freude wollen wir gemeinsam den eingeschlagenen Weg weitergehen und die erfolgreiche Arbeit fortsetzen“. Ein besseres Kompliment konnte es für den neuen Dirigenten nicht geben. Ein Ausdruck des Dankes ging an die Musiker zurück. „Viele Abende haben sie geduldig meinen Anweisungen zugehört“, lobte Müller-Todo.

Dann hob der Dirigent den Taktstock. Zur Eröffnung des Abends wurde der passende Titel „Feuerwerksmusik“ von Georg Friedrich Händel ausgesucht. Die ausgezeichnete Akustik unterstrich den satten Sound des Blasorchesters. So kann es weitergehen war vom Beifall der vielen Zuhörer zu spüren. Dicht gedrängt saßen alle in den Bänken.

Beim Choral „Gehet nicht auf in den Sorgen dieser Welt“ gab es eine akustische Einlage. Dabei kam der Liedvortrag von zwei Seiten. Vier Blechbläser begleiteten das Orchester im Wechsel von der Orgel-Empore. Das anschließende Kirchenlied „Herr deine Güte reicht so weit“, wurde vom Musikzug hervorragend umgesetzt.

Gut arrangiert für Blasmusik wurde auch die Arie „O mio babbino caro“, aus Giacomo Pucchinis Oper „Gianni Schicci“.

Gemeinsam mit dem Chörli, dem Sibbesser Feuerwehrchor, hieß es danach „Heilig, Heilig, Heilig“.

Wer kennt nicht Marius Müller-Westernhagen, einer der erfolgreichsten deutschen Pop-Musiker? Mit seinem gekannten Song „Freiheit“, wird für viele Menschen die Grenzöffnung 1989 verbunden. Es war ein Liedvortrag mit Gänsehaut-Feeling.

Schunkeln in der Kirche, das hat man selten erlebt. Aber bei den Operettenmelodien des Medleys „Darf ich bitten“, von Emmerich Kalmann waren die Zuhörer überwältigt. Ulrike Dombrowski hatte die Liedfolge auf der Klarinette gut unterstützt.

Aus der Feder von Martin Böttcher stammen alle Melodien der erfolgreichen Karl-May-Filme. Einen Ausritt in die Weiten der Prärie bei Sonnenuntergang unter dem Klang der Hufe inszenierten die Musiker bei dem Stück „Winnetou und Old Shatterhand“. Sven Bootsmann brillierte dabei auf seiner Trompete.

Zum weiteren Programm zählte der Marsch „Marche des Soldaten Robert Bruce“ und „Friends for Life“, „Santa Lucia“ und die Titelmelodie zum Märchenfilm „Drei Nüsse für Aschenbrödel“. Mit der Zugabe „Kein schöner Land in dieser Zeit“ und großem Beifall des dankbaren Publikums wurde das Chörli und das Blasorchester entlassen.

Bei der „After Show-Party“, zu der das Publikum anschließend in das Feuerwehrhaus eingeladen wurde fand der Abend einen gemütlichen Ausklang. bn

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