Rückblick auf die 1025-Jahr-Feier in Sibbesse / Historischer Markt, Zeltfest und vieles mehr auf die Beine gestellt

Erfolgreiches Jubiläumsjahr geht zu Ende

Der Festumzug war nur einer der vielen Höhepunkte des Ortsjubiläums.

SIBBESSE  Ein ganzes Jahr lang stand Sibbesse im Zeichen der Feierlichkeiten zu „1025 Jahre Sibbesse“. Als „Sighebrechteshusen“ wurde der Ort im Jahr 989 erstmals in Zusammenhang mit der Zuweisung von Gütern an das Hildesheimer Domkapitel durch Bischof Gerdag im „Chronikon Hildensiense“ urkundlich erwähnt. Jener Sighebrecht(der durch Sieg Glänzende) soll damals sein Haus an der Quelle der Despe gebaut haben. 1025 Jahre später hat der gesamte Ort mit all seinen Vereinen und Institutionen dieses Ereignis noch einmal wachgerufen und mit zahlreichen Veranstaltungen und Aktionen gefeiert, vorbereitet von einem Arbeitskreis der örtlichen Vereine unter Federführung von Hansi Köhler (TSV Sibbesse).

Ortsheimatpflegerin Sabine Hartmann, die sich maßgeblich mit dem Kulturforum an den Planungen und der Organisation beteiligt hat, wurde dabei auch von ihrem Ehemann Martin und den Söhnen Stefan und Andreas unterstützt, die immer wieder neue Ideen einbrachten und bei der Durchführung der Veranstaltungen unentbehrlich waren. Und da gab es im Laufe des Jahres so einiges. Im Vorfeld waren bereits Jahresplaner als Ringbuch mit einer Loseblattsammlung angeboten worden. In ihnen wurden alle Aktionen und Veranstaltungen detailliert vorgestellt. Dazu gab es Hintergrundinformationen und allerlei Wissenswertes über Sibbesse. Etwa 200-mal wurde der Ordner verkauft, und er musste im Jubiläumsjahr ständig mit neuen Blättern aktualisiert und ergänzt werden. Neben dem Zeltfest im Juli war aus Sicht der Heimatpflege der dreitägige historische Markt rund um die St. Nicolai-Kirche einer der Höhepunkte des Jahres. Auch heftiger Hagel und Regen konnte die Festbesucher nicht abhalten. Während die Buden und Verkaufsstände im Außengelände weiterhin gut frequentiert waren, wurde das Konzert mit der Irish-Folk-Band „Old Mountain Dew“ kurzerhand in die Kirche verlegt.

Ein Erfolg, so berichtet Sabine Hartmann, waren neben diesem und weiteren Konzerten auch die historischen Vorträge sowie die Workshops zu Musik, Mode und Literatur, die bis zu 120 Zuhörer verzeichnen konnten. „Der Renner war der Kinoabend zur Eröffnung, als Aufnahmen von der 1000- Jahr-Feier im Jahr 1989 gezeigt wurden“, erinnert sich die Heimatpflegerin: „Oder auch die geologische Wanderung mit 150 Teilnehmern!“ Gestartet wurde an der Grillhütte, dann ging es unter anderem zu einigen Steinbrüchen und den Abbenser Berg zwischen Sibbesse und Eberholzen. Die Teilnehmer der Wanderung kamen dabei wie auch bei den anderen Veranstaltungen nicht nur aus Sibbesse. Für die auswärtigen Gäste wurde darüber hinaus ein besonderer Service eingerichtet. An 16 Punkten im Ort wurde QR Codes bereitgestellt, die bei Anwahl Informationen über die Geschichte etwa der Kirche geben. Dieser Service wird auch künftig für Einheimische und Touristen in Sibbesse vorgehalten. Finanziert wurde das Festprogramm auch durch den Verkauf zahlreicher Werbegeschenke mit Sibbesser Motiven. Es gab den Fotokalender, der inzwischen nahezu ausverkauft ist, dazu Silikon-Armbänder, Taschenhalter, Flaschenöffner, Schlüsselanhänger und zig weitere Dinge. Sabine Hartmann hat auch ihr Buch „Tödliche Idylle“ vorgestellt, in dem eine Gruppe von Autoren aus Sibbesse und Bad Salzdetfurth Kriminalgeschichten aus Sibbesse präsentiert. Dabei geht es um Fälle aus dem Mittelalter bis hin zu einer Science fiction Geschichte, die im Jahr 2016 spielt. rm

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