DRK Westfeld feiert 60-jähriges Bestehen / Dank und Anerkennung

Engagierter Ortsverein

Der DRK-Ortsverein Westfeld feiert das 60-jährige Bestehen. Der Vorstand von links: Bärbel Pozorski, Margret Windrich, Kerstin Oelze, Anita Nieke, Bernd Beushausen (Vorsitzender Kreisverband Alfeld), Gabi Greiner, Renate Piel und Gabi Albes (Vorsitzende). Foto: Neumann

WESTFELD Vor 60 Jahren, am 3. März 1953, wurde der DRK-Ortsverein Westfeld ins Leben gerufen. „Eigentlich stimmt das Datum nicht, denn Ende Januar 1948 wurde der Ortsverein schon einmal aus der Taufe gehoben. Aber die Initiative kam nicht von den Frauen wie meistens üblich, sondern zu den Gründern der ersten Stunde gehörten der Vorsitzende August Rasche, sein Stellvertreter Ruprecht Uhde sowie der Schatzmeister und Schriftführer Ernst Rasche. Die einzige Frau im Vorstand war damals Henny Bode“, blickte Vorsitzende Gabi Albes in ihrer Festrede zurück.

Aus unbekannten Gründen ruhte der Verein einige Jahre, ehe mit großer Unterstützung der damaligen Mitarbeiter des DRK-Kreisverbandes Alfeld ein Neuanfang gewagt wurde. Die erste Vorsitzende war Ilse Rasche (1953 bis 1968). Es folgten Erna Kieselet (1968 bis 1972), Magda Koppe (1972 bis 1975), Ilse Rasche (1975 bis 1983), Hiltrud Hartmann (1983 bis 1991), Helma Albrecht (1991 bis 1999), Gabi Albes (1999 bis zum heutigen Tage).

Von den schwierigen Anfangsjahren bis heute wurde viel auf die Beine gestellt, so die Vorsitzende: Haussammlungen, Altkleidersammlungen, Blutspendetermine, Weihnachtsfeiern, Seniorenfahrten, Basare mit Handarbeiten und selbstgebastelten Mitbringseln hatten sich die Westfelder Rot-Kreuz-Frauen auf ihre Fahne geschrieben. Bei den Faschingsfeiern wurden Sketche einstudiert, sogar ein eigenes Koch- und Backbuch mit leckeren Rezepten wurde angeboten. Monatlich werden Spielenachmittage von 14.30 bis 17 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus angeboten. Lob und Dank ging von der Vorsitzenden an die vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, ohne sie wäre das alles nicht möglich.

Mit maßgeblicher Beteiligung von Erika Klages, der damaligen stellvertretenden Kreisverbandsvorsitzenden, wurde 1977 eine Senioren-Gymnastikgruppe gegründet. „Beweglich bleiben auch im Alter“, hieß das Motto. 22 Westfelder Frauen kamen zu den ersten Übungsstunden, die von Hannelore Otto aus Eberholzen geleitet wurden. Danach sorgten Elisabeth Albrecht (13 Jahre) und Inge Rittmeister (15 Jahre) für die Fitness der Senioren-Gymnastikgruppe. Seit 2005 ist Gabi Albes die Übungsleiterin, montags um 16.30 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus.

In ihren Grußworten würdigten der Vorsitzende des DRK-Kreisverbandes Alfeld Bernd Beushausen und seine Stellvertreterin Karin Knust die unermüdliche Arbeit der Westfelder Rot-Kreuz-Frauen und dankten ihnen für das große Engagement.

Karin Knust überreichte ein Buch zur Rotkreuzgründung mit dem Titel „Eine Erinnerung an Solferino“. In eindrucksvoller, drastisch-realistischer Weise werden Abläufe und Grauen eines Krieges von Henry Dunant beschrieben.

Bernd Beushausen gab an, dass er in dieser Mission gern zur DRK-Feierstunde gekommen sei. Jedoch als Jugendlicher habe er die Reise nach Westfeld nicht in guter Erinnerung. Als Torhüter in der damaligen Jugend des FC Alfeld musste er oft hinter sich greifen, um die Bälle aus dem Tornetz zu holen, schmunzelte er.

Beushausen brach eine Lanze für das Ehrenamt: „Die Ortsvereine beeinflussen die dörfliche Gemeinschaft und sind eine wesentliche Stütze für die Allgemeinheit. Der demografische Wandel wirkt sich schon jetzt auf die ehrenamtlichen Tätigkeiten aus. Es wird schwerer junge Menschen für die Arbeit des Roten Kreuzes zu gewinnen“, sagte Bernd Beushausen, denn an der Basis werde viel geleistet. Mit Schulungen werden Vereinsvorstände und Mitarbeiter durch den Kreisverband für die Arbeit in den Ortsvereinen vorbereitet. Karin Knust habe hier immer ein offenes Ohr, erklärte der Ehrengast.

Bürgermeister Herbert Zimmermann sowie die Vertreter der örtlichen Vereine und Verbände schlossen sich den Grußworten an und überreichten Geldgeschenke. Alle lobten den Ortsverein, der das kulturelle Leben in Westfeld prägt. „Ob Sportverein oder Feuerwehr ihr seid immer dabei“, bedankten sich die Vorsitzenden. Cornelia Lehne vom DRK Wrisbergholzen bedankte sich für die gute Zusammenarbeit beim Blutspenden. bn

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