Feuerwehrhaus-Neubau vorbehaltlich in zwölf Wochen richtfertig

Erdarbeiten sind abgeschlossen

Derzeit wartet man noch auf Freigabe der Statik für die Stahlbetonwände.
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Derzeit wartet man noch auf Freigabe der Statik für die Stahlbetonwände. Architekt Dirk Ganz ist aber guter Dinge, dass der Bau in zwölf Wochen richtfertig ist

Sibbesse – Vor rund drei Monaten haben die Arbeiten für das neue Feuerwehr- und Dorfgemeinschaftshaus in Sibbesse begonnen. Die ersten Planungen für den Neubau starteten schon vor sieben Jahren, denn die Wehr benötigt mehr Platz. Nachdem die Förderantrage zweimal abgelehnt wurden, die Töpfe waren ausgeschöpft, beschloss der Gemeinderat das Vorhaben auch ohne Förderung umzusetzen. Die Feuerwehrkameraden hatten dazu eine Menge Eigenleistungen zugesagt und warten nun darauf, dass es losgehen kann.

„Was unter der Erde passiert, sieht man natürlich mit dem bloßen Auge nicht“, erklärt Architekt Dirk Ganz. Viel Zeit nahm vor allem die große Auffüllung zur Angleichung des Geländes in Anspruch. 180 Lkw-Ladungen Erde waren für das Volumen von rund 1 400 Kubikmetern notwendig. Jetzt ist die Gründung abgeschlossen und die Bodenplatte für Halle und Dorfgemeinschaftshaus auch schon von der Kurzen Halbe aus für die Bürger sichtbar.  Insgesamt vier Fahrzeugboxen sind Teil des neuen Feuerwehr- und Dorfgemeinschaftshauses. Hinzu kommen Umkleideräume und Duschen für die Kameraden, ein Büro und ein Schulungsraum. Für Veranstaltungen erhält die Sibbesser Dorfgemeinschaft endlich ihren langersehnten Gemeinschaftsraum, der auch für Feiern gemietet werden kann. Die gesamte Nutzfläche beträgt 745 Quadratmeter, auf die Feuerwehr entfallen 510 Quadratmeter und auf den Dorfgemeinschaftsbereich 225 Quadratmeter. Der Dorfgemeinschafsraum im zweiten Geschoss wird über eine Treppe und auch barrierefrei über eine Rampe zugängig sein. Vor dem Gebäude befinden sich Parkplätze und eine große Freifläche.  „Jetzt lagen die Feiertage in der Bauzeit und teilweise auch durch die Witterung verzögert sich der Bau etwas. Im Großen und Ganzen bin ich aber guter Dinge. Corona war für uns bisher zum Glück auch noch kein Thema“, so Dirk Ganz. Aktuell wurden Anfang der Woche das Verlegen der Entwässerungsleitungen bis zur Kurzen Halbe abgeschlossen.  Derzeit wird die Statik der Stahlbetonwände geprüft. Hier wird noch auf eine zeitnahe Freigabe gewartet. Sobald die Stahlbetonwände stehen und auch die Mauerarbeiten beginnen, wird auch für die Bürger vom Bauzaun aus mehr zu sehen sein. „Ich hoffe, dass das Wetter mitspielt. Vorbehaltlich der Witterung rechnen wir damit, dass in zwölf Wochen der Rohbau einschließlich des Dachs steht“, kündigt der Architekt an. Die Zimmerarbeiten werden offiziell ausgeschrieben, der Innenausbau erfolgt dann in Eigenleistung durch die Feuerwehr. Nachdem sich die Feuerwehrkameraden mehrere Jahre für einen Neubau eingesetzt haben, sind alle froh, dass es nun voran geht. Die Motivation der Kameraden zu halten ist nicht immer einfach gewesen, doch jetzt steht die Sibbesser Feuerwehr in den Startlöchern. Sobald die Bauarbeiten abgeschlossen sind, beginnt die Arbeit in Eigenleistung.  Einige organisatorische Dinge laufen aber auch jetzt schon. „Bis zum 31. Dezember lag die Mehrwertsteuer ja noch bei 16 Prozent. Das wollten wir natürlich nutzen. Zu 95 Prozent haben wir deshalb auch schon geplant und Material in Sachen Elektro, Sanitär und Lüftung bestellt. Auch Schaltkästen sind zusammengebaut“, informiert Ortsbrandmeister Marcel Kloidt. In Kleingruppen hat sich seine Feuerwehr zusammengetan und arbeitet nun an verschiedenen Projekten, damit die Arbeiten in Eigenleistung organisatorisch bestmöglich verlaufen können.  Gedanken hat man sich auch um die genaue Gestaltung gemacht. Auch die Hallentore wurden bereits beschafft und sind nun bei Landwirten eingelagert, bis sie eingebaut werden können. Davon abgeraten hatte Architekt Dirk Ganz aber beispielsweise davon schon Fenster zu bestellen bevor der Rohbau steht. Denn die Gefahr besteht, dass diese dann nicht passgenau sind. „Die ersten paar Tausend Euro sind bereits eingesetzt. Jetzt läuft zudem das Sponsoren finden. Wir warten alle darauf, dass es losgehen kann“, erklärt Marcel Kloidt.  stw

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