Neues Löschgruppenfahrzeug für Almstedter Brandschützer

„Das hat Nerven gekostet“

Offizielle Schlüsselübergabe (von links): Gemeindebrandmeister Jürgen Kuhlemann, Ortsbrandmeister Carsten Uhde, Samtgemeindebürgermeister Hubertus Schneider und Helfried Basse vom Landkreis Hildesheim. Foto: Meyfarth

ALMSTEDT „Das ist ein denkwürdiger Tag für Almstedt“, freute sich Gemeindebrandmeister Jürgen Kuhlemann. Samtgemeindebürgermeister Hubertus Schneider überreichte Ortsbrandmeister Carsten Uhde jetzt im Beisein der Almstedter Brandschützer, Vertretern von Rat und Verwaltung sowie Abordnungen der Wehren aus der Samtgemeinde den Schlüssel für das neue Löschgruppenfahrzeug (LF 10). Damit geht für die ehrenamtlichen Retter ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung.

Seit einigen Jahren schon steht das neue Fahrzeug in Almstedt ganz oben auf der Prioritätenliste. Lange hatten die Samtgemeinderatsmitglieder sowohl untereinander als auch mit den Verantwortlichen der Feuerwehr im Vorfeld über die Anschaffung diskutiert. Nachdem das Gremium im November 2012 grünes Licht gegeben hatte, dauerte es aufgrund von Lieferengpässen noch einmal gut anderthalb Jahre bis das Fahrzeug endlich seiner Bestimmung übergeben werden konnte.

Gute Investition

Rund 170 000 Euro hat das LF 10 gekostet. Die Samtgemeinde Sibbesse hat mit 110 000 Euro den Löwenanteil finanziert. 60 000 Euro steuerte der Landkreis Hildesheim aus Mitteln der Feuerschutzsteuer bei. „Das ist eine teure aber richtige Investition“, sagte Landkreis-Vertreter Helfried Basse – und fügte hinzu: „Hier in Almstedt gibt es eine Super-Wehr. Da ist mir um die Zukunft nicht bange.“ Als Stützpunktwehr hätten die Brandschützer wichtige Aufgaben beim Feuer- und Katastrophenschutz. „Jetzt hat Almstedt alles, was gebraucht wird, um Menschen in Not zu helfen“, ergänzte Brandabschnittsleiter Detlef Witte. Die Wehr hat neben dem neuen Löschgruppenfahrzeug außerdem ein Tanklöschfahrzeug.

Auch Samtgemeindebürgermeister Hubertus Schneider lobte die gute Arbeit der Almstedter. „Was hier in den vergangenen Jahren umgesetzt wurde, kann sich sehen lassen“. Das neue Fahrzeug hätte im Samtgemeinderat einige Hürden nehmen müssen. „Wir sind aber verpflichtet, den Brandschutz sicherzustellen“, so Schneider. Er hoffe darüber hinaus, dass das Fahrzeug genau wie dessen Vorgänger mindestens 30 Jahre seinen Dienst tue.

Bürgermeisterin Claudia Tönnies erinnerte noch einmal an den langen Weg zu dem Beschluss. „Das war ein kleiner Kampf und hat Nerven gekostet.“ Trotzdem seien die Gespräche immer konstruktiv und auf Augenhöhe gewesen, dankte Kuhlemann Rat und Verwaltung. Genau wie Ortsbrandmeister Carsten Uhde betonte er, dass das Fahrzeug kein Spielzeug sei, sondern ein notwendiges Arbeitsmittel, das allen Bürgern zugute komme.

Und das hat das neue Fahrzeug bei seinem ersten Einsatz bereits vor der offiziellen Übergabe unter Beweis gestellt. pbm

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