Segester Schutzgemeinschaft Wald und Flur setzt sich für Erhalt der 100-jährigen Traubeneiche ein

Bruterfolg in den Nistkästen liegt bei 80 Prozent

Engagement für einen 100-jährigen Baum: Manfred Röschel übergibt eine Liste mit 359 Unterschriften zum Erhalt der Traubeneiche an Bürgermeisterin Claudia Tönnies.

SEGESTE Der Höhepunkt der Jahreshauptversammlung der Schutzgemeinschaft Wald und Flur Segeste war die Überreichung einer Unterschriftenliste zum Erhalt der 100-jährigen Traubeneiche in Segeste an Bürgermeisterin Claudia Tönnies. Vorsitzender Manfred Röschel berichtete, dass sich die Schutzgemeinschaft für den Erhalt des historischen Baumes „Am hohen Felde“ einsetze.

„Fachleute haben festgestellt, dass der Baum doch gesund sei und bei entsprechender Förderung Zukunftsperspektiven habe!“, so Röschel. Mitglieder des Vereins sammelten 359 Unterschriften von Bürgern, die sich gegen eine Fällung der Eiche aussprechen. Jetzt müsse der Gemeinderat einen Beschluss fassen, dass die Traubeneiche nicht gefällt werde, sondern mittels besonderer Maßnahmen und Finanzierungen erhalten bleiben könne. Bürgermeisterin Tönnies versprach, sich für die Trauben-eiche einzusetzen. In seinem Tätigkeitsbericht ging Vorsitzender Manfred Röschel auf die zahlreichen Arbeitseinsätze und Aktivitäten der Schutzgemeinschaft ein. Die Vereinsmitglieder kümmerten sich um die Streuobstwiese, um den Blühstreifen, um das Insektenhotel und um 299 Nistgeräte in Wald und Flur. Der Gesamterfolg bei den Nistkästen im Wald lag bei 80,1 Prozent. Unter Erfolg verstehen die Segester Naturfreunde nicht nur die Nutzung der Nistkästen durch Vögel selbst, sondern beispielsweise auch durch Siebenschläfer, Haselmaus, Hornisse und Fledermaus. Weiterhin ergab die Bestandsaufnahme der Waldameisenhügel 160 aktive Nester. „Hochgerechnet arbeiten dort insgesamt kostenlos über 100 Millionen Arbeiterinnen“, erklärte Röschel den Zuhörern. Der durch Ameisen und Vögel verhinderte Schaden durch sogenannte Schadinsekten sei nicht messbar, meinte der Vorsitzende.

Neben den Arbeiten in Wald und Flur nahmen die Vereinsmitglieder an Tagungen und Exkursionen teil, machten Wanderungen und kümmerten sich um den Segester Grillplatz. Insgesamt errechnete Manfred Röschel 15 Arbeitseinsätze mit 160 Arbeitsstunden sowie 43 sonstige Tätigkeitstage des Vereins. Zusätzlich wurden noch unzählige Stunden anlässlich des Jubiläumsfestes im Juni geleistet. Auch von einer positiven Mitgliederentwicklung konnte berichtet werden. Die Schutzgemeinschaft hat inzwischen 158 Mitglieder im Alter zwischen zehn und 87 Jahren.

Beim Tagesordnungspunkt Wahlen wurde Swen Marhauer einstimmig als Vorstandsmitglied bestätigt. Für ihre 40-jährige Zugehörigkeit zur Schutzgemeinschaft wurden Guido Futterer, Karl-Heinz Koziol, Ernst Niehoff und Klaus Ahrens geehrt. Sie erhielten neben der Urkunde noch einen Nistkasten mit Namensschild.

Weiterhin bekamen Gisela und Werner Marhauer sowie Marina Röschel als Dankeschön ein kleines Geschenk überreicht, weil sie sich wieder liebevoll um das leibliche Wohl der Mitglieder nach der Versammlung kümmerten.

Während der Versammlung hielt Ameisen- und Bienenfreund Gerhard Fuhrich aus Hämelerwald einen Diavortrag über Bauerngärten und Bienen. Zum Schluss bedankte sich Manfred Röschel bei allen Mitgliedern und Vorstandskollegen für die geleisteten Arbeitsstunden und für die gute Zusammenarbeit: „Nur gemeinsam können wir auch in Zukunft weiterhin mit so viel Erfolg arbeiten!“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare