Pilzbefall hat dem imposanten Baum stark zugesetzt

Kranke Kastanie muss gefällt werden

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Die imposante Kastanie auf der Schulwiese in Sibbesse muss gefällt werden.

SIBBESSE – In ihrem Schatten haben Generationen von Schülern in den Pausen gespielt. Nun muss die große charakteristische Kastanie auf der Wiese der Sibbesser Grundschule gefällt werden. Der nasse Sommer 2017 und der Hitzestress im vergangenen Jahr haben dem imposanten Baum stark zugesetzt.

„80 Prozent sind abgestorben“, sagte Bauamtsleiter Stefan Kentzler während der jüngsten Gemeinderatssitzung. Nach den beiden extremen Sommern habe der Baum dem Pilzbefall am Stammfuß nichts mehr entgegensetzen können. Ein Baumgutachten sei zu diesem Ergebnis gekommen. „Die Äste sind nicht mehr bruchsicher“, so Kentzler. „Wir müssen unserer Verkehrssicherungspflicht nachkommen und die Kastanie leider fällen“, bedauerte er. Auf die Wiese werde ein neuer Baum gepflanzt. „Vielleicht eine Eiche“, schlug Kentzler vor. Um die Natur ging es auch Renate Nitzschke in ihrer Anfrage. Die Sibbesserin beklagte in der Einwohnerfragestunde den mangelnden Schutz von Insekten und Vögeln. Immer wieder würden Hecken sehr kurz geschnitten und zahlreiche Vorgärten würden zu „Steinwüsten“. „Wenn man der Natur etwas wegnimmt, muss man ihr auch etwas wiedergeben“, sagte sie und regte das Anlegen von Blühstreifen an. Ratsherr Dr. Holger Schütte unterstütze das Anliegen. „Ich hab das Gefühl, die Anzahl der Insekten nimmt rapide ab.“ Deshalb sollten seiner Meinung nach, überall wo es möglich ist in der Gemeinde Blühstreifen oder ähnliches angelegt werden. In anderen Dörfern der Gemeinde wie zum Beispiel in Almstedt und Segeste kümmere sich die „Schutzgemeinschaft Wald und Flur“ mit großem Engagement um die Natur, warf Ratsfrau Marina Krebs ein. „Wir werden gemeinsam nach Möglichkeiten schauen“, versprach Bürgermeister Andreas Amft der Sibbesserin. Auch in der Sibbeser Grundschule gebe es bereits entsprechende Projekte. Zügig hatten die Ratsmitglieder zuvor die Tagesordnung abgearbeitet und sowohl die Nutzungsänderung des Feuerwehrgerätehauses Möllensen und den ersten Nachtrag zur Haushaltssatzung einstimmig beschlossen. Beide Themen wurden, wie jüngst berichtet, bereits in den Fachausschüssen ausführlich beraten.

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