AWO bedauert fehlende Treffen und Veranstaltungen

„Soziale Kontakte fehlen“

AWO bedauert fehlende Treffen .
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Vereinsvorsitzende Birgit Fischer bedauert vor allem, dass die Treffen in der Begegnungsstätte ausfallen müssen. Diese werden von den Mitgliedern besonders vermisst.

Sibbesse – Jedes Jahr stellen der Ortsverein der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Sibbesse und die Begegnungsstätte vieles auf die Beine, um ein buntes Jahresprogramm anzubieten. Doch im vergangenen Jahr musste aufgrund der Corona-Regelungen fast alles ins Wasser fallen. Gerade älteren Menschen fehlt die Abwechslung und der soziale Kontakt. „Nur die Männerwanderung im Februar konnte noch stattfinden, alle anderen Wanderungen mussten dann leider abgesagt werden. Auch die Jahreshauptversammlung konnte im März schon nicht mehr durchgeführt werden“, berichtet AWO-Vorsitzende Birgit Fischer. 

Bis zum ersten Lockdown im Frühjahr fanden wie immer alle zwei Wochen die Klön- und Spieleabende in der Begegnungsstätte statt. Senioren treffen sich zum Kaffeetrinken, Spielen, Singen oder einfach nur zum geselligen Austausch. Die Männer machen Würstchen und spielen Karten. Doch all das war mit Beginn des ersten Lockdowns nicht mehr möglich. „Die Geselligkeit wird von unseren Mitgliedern sehr vermisst. Die Begegnungsstätte ist der Anlaufpunkt hier in Sibbesse. Es ist so schade, die sozialen Kontakte fehlen allen“, zeigt sich Birgit Fischer betrübt.  Auch Ursula Reimann und Heidrun Fritsche als Leiterinnen der Begegnungsstätte fehlt das heitere und gesellige Leben in den Räumen. Beide hoffen, dass es bald wieder losgeht. Besonders schade ist dies, weil die Begegnungsstätte im vergangenen Jahr ihr 35. Jubiläum gefeiert hätte. Dazu war im September eigentlich eine kleine Feier geplant gewesen.  Finanziell hat die Begegnungsstätte im vergangenen Jahr unter den coronabedingten Einschränkungen gelitten, weil schon vorab Getränke gekauft wurden. Diese wurden schließlich von den Mitgliedern abgekauft. Zum Jahresende hat die Sibbesser AWO jedoch eine private Spende von 200 Euro erhalten, die nun der Begegnungsstätte zugutekommt. „Wir haben ein höheres Durch- schnittsalter im Ortsverein. Gerade für die älteren Personen ist es nicht einfach, wenn plötzlich Treffen oder das nette Kaffeekränzchen wegfallen. Wir haben alles versucht, damit der Kontakt nicht gänzlich abbricht“, so Birgit Fischer. Zu Ostern wurden alle aus der Begegnungsstätte mit einem kleinen Osterhasen und einer von Heidrun Fritsche genähten Maske überrascht. Ab dem 70. Geburtstag und dann alle fünf Jahre erhalten die Mitglieder ebenfalls ein kleines Geschenk. Auf diese Tradition wollte man auch im vergangenen Jahr nicht verzichten. „Wir haben immer vorher bei den Leuten angerufen und dann im Garten oder über die Terrasse mit sehr großem Abstand gratuliert. Es war uns sehr wichtig, dass wir daran auch trotz der Einschränkungen festhalten“, so Fischer.  Jedes Jahr im Dezember bietet der AWO-Ortsverein zudem eine Weihnachtsfahrt hat. Hier hat man zwar bis zum Ende gehofft, aber schließlich konnte doch keine Fahrt durchgeführt werden. „Auch die wunderschöne Weihnachtsfeier in der Begegnungsstätte, die sonst immer ein toller Jahresabschluss ist, musste diesmal ausfallen“, erzählt Birgit Fischer. Dennoch wurde den Mitgliedern ab 70 Jahren eine Kleinigkeit an die Haustür gebracht. Der fehlende soziale Kontakt macht sich auch bemerkbar, weil keine Mitglieder in den Krankenhäusern oder Seniorenheimen besucht werden dürfen.  Coronabedingte Austritte gibt es jedoch keine. Alle hoffen, dass man sich möglichst bald wieder treffen und austauschen kann. Die Jahreshauptversammlung ist für Mai angesetzt, doch Birgit Fischer glaubt noch nicht, dass diese durchgeführt werden kann: „Wahlen haben wir glücklicherweise erst im kommenden Jahr.“           stw

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