Feuerwehr Adenstedt wartet auf neues Fahrzeug / Dieses Jahr wird 100. Geburtstag gefeiert

Arno Hust appelliert an Politiker

Die Geehrten mit Bürgermeister Ulrich Schünemann (links) und Ortsbrandmeister Arno Hust (rechts) Foto: Meyfarth

ABENSTEDT Hinter der Freiwilligen Feuerwehr Adenstedt liegt wieder ein arbeitsreiches Jahr. Zu den 40 Ausbildungsdiensten und vier Zugdiensten kamen acht Hilfeleistungseinsätze. „Insgesamt sind wir im vergangenen Jahr auf 2 770 Stunden gekommen“, sagte Ortsbrandmeister Arno Hust während der Jahreshauptversammlung.

Für die Brandschützer begann das Jahr 2013 gleich mit zwei dramatischen Einsätzen. „Wir mussten leider die Erfahrung machen, wie aus einer einfachen Türöffnung ein Einsatz mit Leichenfund werden kann“, so Hust. Wie berichtet ist Anfang des Jahres eine Frau in Adenstedt an Rauchgasen erstickt. An solchen tragischen Fällen zeige sich immer wieder, wie wichtig das Installieren von Rauchmeldern sei. Auch zu einem schweren Verkehrsunfall auf dem Roten Berg wurden die Adenstedter Retter im Januar gerufen. „Nur durch ständiges Üben können wir in Zukunft unsere Aufgaben, die immer vielfältiger werden, erfüllen“, sagte Arno Hust. Mit der Beteiligung an den Übungsdiensten im vergangenen Jahr ist er jedoch zufrieden. „Aber ich hoffe, dass die Dienstbeteiligung 2013 noch steigen wird“, sagte Hust.

Um in Zukunft noch besser für ihre Einsätze gerüstet zu sein, warten die Adenstedter auf ein neues Fahrzeug, ein HLF 10 (Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug). Hust appellierte in diesem Zusammenhang an die politischen Vertreter, ihren Einfluss geltend zu machen. Die Entscheidung über die Anschaffung wurde, wie berichtet, vom Samtgemeinderat vertagt, soll aber in diesem Jahr getroffen werden.

Die Freiwillige Feuerwehr Adenstedt besteht in diesem Jahr 100 Jahre. Diesen runden Geburtstag wollen die Brandschützer gemeinsam mit dem 15-jährigen Bestehen der Jugendfeuerwehr vom 27. bis 29. September in der Adenstedter Sporthalle feiern.

Für langjährige Treue zur Feuerwehr wurden Dieter Heike (50 Jahre fördernd) und Gerd Rauschenplatt (40 Jahre aktiv) ausgezeichnet. Torsten Warnecke und Ralf Ransiek erhielten für 25-jährige Zugehörigkeit das Niedersächsische Ehrenzeichen. pbm

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