Konzert am 12. März um 20 Uhr in der Kulturherberge Wernershöhe / Neue CD im Gepäck

Je älter, desto besser: Dan Stuart ist zurück

Dan Stuart (links) ist wieder auf Tour. Als Support ist Fernando Viciconte mit von der Partie.

WRISBERGHOLZEN J Als Kopf der einstigen Paisley-Underground-Helden „Green On Red“ ist Dan Stuart eine Legende. Auf den Bühnen der Welt hat er sich rar gemacht, in Deutschland ist er kaum live zu erleben. Mit neuer CD im Gepäck kommt Stuart jetzt aber wieder auf Tour. Eins von drei Deutschland-Konzerten spielt er am Sonnabend, 12. März, um 20 Uhr in der Kulturherberge an der Wernershöhe. Als Support ist der Songwriter Fernando Viciconte aus Portland mit von der Partie.

Nach rastlosen Jahren hatte es Dan Stuart nach Oaxaca in Mexiko verschlagen. Dort nahm er, zunächst im Alleingang, Songs auf, die sich gegen gängige Americana-Klischees sperrten und eher den alten, ruchlosen Geist des Rock’n’Roll heraufbeschworen. Im nächsten Schritt lernte er die „Twin Tones“ aus Mexico City kennen – eine Garagen- und Surf-Band, halb so alt wie Stuart, aber Gefährten im Geiste. Gemeinsam überarbeiteten sie die Songs aus Oaxaca und warfen dabei so ziemlich alle Regeln der Aufnahmetechnik über Bord. Das Ergebnis heißt „Marlowe’s Revenge“ – ein Verweis auf Stuart’s vor wenigen Jahren veröffentliche Erzählung „The Deliverance of Marlowe Billings“, abgemischt von J.D. Foster.

Zum zweiten Mal kommt Dan Stuart in die Kulturherberge, diesmal nur mit seiner Stimme und einer akustischen Gitarre. Das Programm wird Klassiker aus alten Green On Red-Tagen ebenso wie Songs des brandneuen Albums enthalten. Howe Gelb, Mastermind von Giant Sand, vergleicht Stuart mit den Röhren eines alten Fender-Gitarren-Amps: Je älter, desto besser!

Fernando Viciconte aus Portland in Oregon bringt ebenfalls neues Material mit, frisch erschienen unter dem Titel „Leave The Radio On“. Zahlreiche Musiker aus der Portland-Szene haben beim dreijährigen Werdegang der CD geholfen, darunter Peter Buck von R.E.M. Ursprünglich vom Hard Rock kommend, verpackt der Songwriter heute Americana, Psychedelia, spanische Wurzeln und überraschende Querverbindungen in seiner Musik.

Der Eintritt kostet 20 Euro, ermäßigt die Hälfte.

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