WTW Wallensen als erster Verein im Kreis gefördert

Zuschuss für die Flüchtlingsarbeit

Andreas Wittrock übergibt den Scheck an die Verantwortlichen des WTW Wallensen (Sven Köhne, Frank Batke, Andreas Wittrock und Dustin Knecht). Foto: Göke

WALLENSEN  Mehrere Kriegsflüchtlinge und Asylbewerber gehen derzeit der schönsten Nebensache der Welt – dem Fußball – in Wallensen nach. Fußballer aus dem Erwachsenen- und Jugendbereich des Vereins sammelten Kleidung und Fußballschuhe, damit die neuen Mitbürger gut ausgestattet auf den Plätzen des WTW ihrem Hobby nachgehen können. Wie in anderen Orten auch, spielen mittlerweile auch die ersten Flüchtlinge im Jugendbereich mit.

Seiner Verantwortung als größter Sportverband der Welt ist sich auch der DFB bewusst. Die DFB-Stiftung Egidius Braun und die Nationalmannschaft stellen zusammen mit der Bundesregierung die nächsten Jahre 600 000 Euro zur Verfügung, um Vereine bei der Flüchtlingsarbeit zu fördern. „1:0 für ein Willkommen“ heißt das Förderprogramm, wodurch die Vereine mit jeweils 500 Euro gefördert werden. Gemäß dem Leitmotiv von DFB-Ehrenpräsident Egidius Braun ist „Fußball mehr als ein 1:0“!

Deutschlandweit werden dieses Jahr 600 Vereine nach Antrag in den Genuss der Förderung kommen. In Niedersachsen wurden mittlerweile 40 Schecks verschickt und nun an den WTW Wallensen auch der erste im Kreis Hameln-Pyrmont übergeben. Der Kreisvorsitzende Andreas Wittrock übergab den Scheck vor dem Bezirksligaspiel zwischen dem WTW Wallensen und dem MTV Almstedt dem Vorsitzenden Sven Köhne und ermutigte dabei auch andere Vereine, sich ebenfalls für die Flüchtlingsarbeit einzusetzen und dann auch den Förderantrag zu stellen.

Von der Stiftung werden dieses Jahr 75 000 Euro finanziert. Weitere 75 000 Euro steuert die Nationalmannschaft hinzu und im nächsten Jahr nochmal der gleiche Betrag. Weitere 300 000 Euro kommen dann von der Bundesregierung hinzu.

Gemeinsam mit dem Arbeitsstab der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration – Staatsministerin Aydan Özoguz – wurden viele Ideen entwickelt, die zu einer Starthilfe von 500 Euro für je 600 Vereine in diesem und dem nächsten Jahr führen können. Als Beispiele, die durch neue und frische Ideen ergänzt werden können, werden vorgeschlagen: ein Spielangebot auf dem Vereinsgelände ohne Mitglied zu sein, die Verabredung einer speziellen Schulpartnerschaft, eine kostenfreie Mitgliedschaft im Verein, die Bereitstellung von Trainingstextilien, ein Engagement in Gemeinschaftsunterkünften, die Begleitung bei Behördengängen, die Organisation von Fahrdiensten aus den Unterkünften zum jeweiligen Verein oder Besuche in Übergangswohnheimen. gök

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