„Jugend forscht“ startet wieder / Salzhemmendorf meldet 21 Projekte an

Weniger im Boden, mehr in der Birne

Die Initiiatoren und Förderer von „Jugend forscht“ um Wettbewerbsleiter Dieter Kubisch (4. von rechts), der das Amt im nächsten Jahr an Daniel Kahle (5. von links) abgeben wird. Foto: Mosig

SALZHEMMENDORF / HILDESHEIM „Es gibt immer weniger Jugendliche, aber wir brauchen in einem rohstoffarmen Land mehr Wissen“, erklärte Michael Senf von der Sparkasse Hildesheim die Intention des Unternehmens, die Wettbewerbe „Jugend forscht“ und „Schüler experimentieren“ seit vielen Jahren zu unterstützen. Matthias Ullrich, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung HI-REG, brachte es noch deutlicher auf den Punkt: „Wer weniger im Boden hat, muss mehr in der Birne haben.“

Ohne Zweifel: „Jugend forscht“ und „Schüler experimentieren“ sind in Niedersachsen zu Wettbewerben geworden, die fest in Hildesheimer Hand sind. Wettbewerbsleiter Dieter Kubisch berichtete, dass die Region Hildesheim von den sieben niedersächsischen Regionen, die am Landeswettbewerb teilnehmen, das kleinste Gebiet mit den wenigsten Schülern besitzt, mit Abstand aber die meisten Projekte anmeldet: „Im Schnitt waren es in 18 Jahren 100,3.“ Zum Vergleich: Die Region Hannover hatte 2013 nur 45 Beiträge. „Daher sind wir auch mit Preisträgern sehr verwöhnt“, so Kubisch, der von Ullrich als Kopf und Motor bezeichnet wurde. In diesem Jahr gibt es 87 Projekte bei „Schüler experimentieren“, der Variante für Schüler unter 14 Jahren, und 35 bei „Jugend forscht“. 33 der 122 Beiträge kommen aus dem Bereich Biologie, die weiteren Fachbereiche heißen Arbeitswelt, Chemie, Geowissenschaft, Mathe und Informatik, Physik und Technik. Dass so viele Projekte bei „Schüler experimentieren“ sind, bezeichnet Kubisch, der im nächsten Jahr nicht mehr als Leiter fungiert, als Ausreißer. Er wird das Amt, das er 18 Jahre innehatte, abgeben. Sein Nachfolger wird der Biologielehrer Daniel Kahle, der am Gymnasium in Sarstedt unterrichtet und Kubisch in diesem Jahr helfend zur Seite steht. Nur eine Sache sei schade: Der Anteil von Mädchen sei bei den 222 Teilnehmern auf 25 Prozent gesunken. 25 Schulen beteiligen sich. Dabei stellt die Schule am Kanstein aus Salzhemmendorf die meisten Beiträge (21). Die Ausstellung der Projekte wird wie gewohnt in der Halle 39 stattfinden. „Schüler experimentieren“ ist am Mittwoch, 12. Februar, von 9 bis 15 Uhr. „Jugend forscht“ plus die Bereiche Mathe und Geowissenschaften aus „Schüler experimentieren“ ist einen Tag später, ebenfalls von 9 bis 15 Uhr. Die Preisträger, die eine 51-köpfige Jury ermittelt, werden am Freitag, 14. Februar, in einer Feierstunde von 15 bis 18 Uhr im Audimax der Universität ausgezeichnet. flo

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