Stützpunkt-Neuzugang: Wallenser Brandschützer bringen ihre neues TLF nach Hause

Mit 320 PS von der Donau an die Saale

Wallensen Feuerwehr TLF
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Vor der siebenstündigen Überführungsfahrt: Marco Roloff, Jens Roloff und Uwe Olthoff holen das neue TLF im Magirus-Werk in Ulm ab. Auf der Heimreise bekommen die drei Brandschützer einen ersten Eindruck von der Leistung des Fahrzeuges.

Wallensen – „Das erlebt man wohl nur einmal in einem Feuerwehrleben“, ist Wallensens Ortsbrandmeister Jens Roloff noch ganz begeistert von der Erfahrung. Zusammen mit Uwe Olthoff und Marco Roloff war er zweimal zum Magirus-Werk nach Ulm gefahren. Einmal zur Rohbauabnahme am 10. September und jetzt zur endgültigen Übernahme des neuen Feuerwehrfahrzeuges. Nach der ersten Nacht im Hotel bekamen die drei Feuerwehrkameraden aus Wallensen eine intensive Einweisung für das neue Tanklöschfahrzeug – kurz TLF – der Wallenser Feuerwehr. Am dritten Tag stand dann schließlich die siebenstündige Überführungsfahrt von Ulm nach Wallensen auf dem Programm, bei der die drei einen ersten Eindruck von der Leistung des Fahrzeuges bekamen.

Mit 6,7 Litern Hubraum und 320 PS hat das TLF 3000 eine große Laufruhe und fuhr ohne Probleme die lange Autobahnstrecke Richtung Norden. Normalerweise hätte die Wallenser Feuerwehr eine richtig „große Show aus der Ankunft des neuen Fahrzeuges gemacht, die das knapp 40 Jahre alte Vorgänger-Fahrzeug ersetzen wird. Corona machte diese Pläne aber zunichte und sorgte für einen nüchternen Empfang, wobei aber zum Ende der Überfahrt noch die lautstarke Fahrt durch den Ort anstand. Gerätewart Uli Hiller ließ es sich nicht nehmen und sorgte alleine mit der Trompete für eine zumindest kleine feierliche Begrüßung des vorgezogenen Weihnachtsgeschenkes für die Wallenser Feuerwehr. Durch das Fahrzeug wird die Ausstattung des Feuerwehrstützpunktes auf ein neues Level gehoben. Das TLF hat 4 000 Liter Wasser zur Brandbekämpfung an Bord und lässt sich sehr einfach bedienen. „Die Pumpe macht fast alles automatisch, was die Arbeit im Einsatz sehr vereinfacht“, so Roloff. Das neue Fahrzeug hat in der Grundausstattung 240 000 Euro gekostet, wobei am Ende ein Preis von 280 000 Euro zustande kommt. Das ist vor allem darin begründet, dass Anfang des kommenden Jahres noch ein Rüstsatz mit Schere und Spreizer auf das Fahrzeug kommt. Damit wird dann auch die Anfahrtszeit zu Unfällen in der Nähe verringert. Enthalten ist auch Waldbrandpaket, mit dem die Wasserversorgung etwa bei Einsätzen im Wald optimiert wird. Verbessert hat sich die Fahrzeugtechnik, so lässt sich das Fahrzeug für die neun zugelassenen Fahrer der Wallenser Feuerwehr aufgrund der Technik leichter als das alte Fahrzeug fahren. Allrad sorgt dafür, dass das Fahrzeug auch auf schwierigem Terrain gut zurechtkommt. Zur besseren Einsatzabarbeitung ist auf dem Fahrzeug ein Lichtmast installiert, mit dem etwa Einsatzstellen ausgeleuchtet werden können. Im Lauf der nächsten Wochen werden die Feuerwehrkameraden eingewiesen. Roloff ist zuversichtlich, dass der Neuzugang noch vor Weihnachten offiziell in Dienst genommen werden kann. In Kürze wird zudem ein neues LF10 für die Wallenser Feuerwehr bestellt, das den nächsten Feuerwehr-Oldtimer der Feuerwehr ersetzen soll. - gök

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