Neue Straße soll Verkehrslärm für Coppenbrügge und Marienau verringern

Startschuss für Umgehung

Am Rande der Veranstaltung halten Mitglieder der Bürgerinitiative „BI Transit“ eine Mahnwache ab.

Coppenbrügge Entlastung für Coppenbrügge und Marienau: Mit einem symbolischen ersten Spatenstich haben Niedersachsens Verkehrsminister Olaf Lies und Enak Ferlemann, Palamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, am Donnerstag den Bau der neuen Ortsumgehung Coppenbrügge-Marienau eingeleitet. Den Spaten stachen sie vor einem frisch gesetzten Baum in die Erde, der Teil einer Ersatzbepflanzung am Rande der Strecke ist.

Durch die neue Umgehungsstraße wird die B1 auf einem Streckenabschnitt von rund sechs Kilometern verlegt. Die neue Strecke beginnt westlich von Coppenbrügge an der Bahnstrecke Elze-Löhne und verläuft nordöstlich von Coppenbrügge und Marienau. Das Projekt ist komplex: Beim Bau der Straße müssen 16 Brücken errichtet werden. Die Politik verspricht sich durch die neue Streckenführung Entlastung für die Ortschaften durch eine Verringerung von Lärm und Umweltbelastungen sowie eine höhere Verkehrssicherheit. Die Kosten für die Umgehungsstraße werden sich auf 33,2 Millionen Euro belaufen. Die Fertigstellung des Projektes ist für 2022 geplant. Allerdings sollen schon 2020 und 2021 einzelne Abschnitte der Strecke befahrbar sein, „so dass alles, was fertig ist, gleich von den Bürgern und der Wirtschaft genutzt werden kann“, wie Ferlemann ausführte.

Während der Veranstaltung hielt die Bürgerinitiative „BI Transit“, die sich gegen den Gütertransitverkehr durch Hameln und das Weserbergland einsetzt, eine stille Mahnwache ab. Die Mitglieder wunderten sich, dass vor Ort eine Umgehungsstraße für über 33 Millionen Euro gebaut wird, um die Lärmbelästigung zu verringern, gleichzeitig aber eine Transitstrecke mit noch höherer Lärmemission in der Umgebung gebaut werden könnte.

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