Margret und Horst Wichmann aus Lauenstein feiern heute Diamantene Hochzeit

Seit 60 Jahren verheiratet

Margret und Horst Wichmann. Foto: Spätlich

LAUENSTEIN J Margret und Horst Wichmann aus Lauenstein sind ein leuchtendes Beispiel dafür, dass die Liebe nicht nur darin besteht, einander anzublicken, sondern dass man in die gleiche Richtung blickt. Und genau das haben sie am heutigen Tag genau 60 Jahre lang getan. Ihr gemeinsamer Lebensweg führte sie aber schon früh zusammen. Margret Wichmann wurde in Hildesheim geboren, ist dort aufgewachsen und hat den Beruf der Verkäuferin gelernt. Doch schon früh, sie hatte das 18. Lebensjahr noch nicht erreicht, lernte sie bei einer Weihnachtsfeier in einem Hildesheimer Tanz-Café „ihren Horst“ kennen und lieben. „Ja, es war Liebe auf den ersten Blick“, sagt Margret Wichmann heute: „Wir haben den ganzen Abend zusammen getanzt, er hat mich nach Haus gebracht und am nächsten Tag gleich wieder abgeholt. Da wusste ich, dass es der Richtige war“.

Horst Wichmann wurde in Schweidnitz geboren – ihn führten die Wirren der Flucht nach Hildesheim. Noch während seiner kaufmännischen Ausbildung, er war gerade 18 Jahre alt geworden, trafen beide aufeinander. „Auch mir war schnell klar, dass Margret die Richtige für mich ist, sie war auch das allererste Mädchen, mit dem ich mich länger beschäftigt habe“, meinte er augenzwinkernd. Bereits ein Jahr, am 19. November 1955, läuteten für beide die Hochzeitsglocken – am 12. April 1956 wurde ihr erster Sohn geboren. Dabei blieb es aber nicht: Insgesamt sind aus der Ehe fünf Kinder, 13 Enkel und mittlerweile auch sechs Urenkel hervorgegangen.

Trotz der Beanspruchung durch Ehe und Kinder war Margret Wichmann weitere 13 Jahre voll beim Roten Kreuz in der Station Hemmendorf beschäftigt und ist auch nach dem Ende der Arbeit dem Verein ehrenamtlich treu geblieben. Darüber hinaus engagiert sie sich im Heimat- und Verkehrsverein, dem Naturbadverein, den Naturfreunden und im Gemischten Chor. Die Biografie von Horst Wichmann ist hauptsächlich durch sein politisches Engagement geprägt. Beruflich war er erst bei Bosch, dann bei der Bundeswehr und 25 Jahre bei der Firma OKAL in Lauenstein. Die meisten kennen ihn aber aus der Politik. 1972 trat er in die CDU ein und wurde gleich bei der ersten Kommunalwahl in den Gemeinderat gewählt. Eine Legislaturperiode später folgte auch die Wahl in den Ortsrat, war in beiden Gremien immer dabei und wurde 1996 als Ortsbürgermeister von Lauenstein gewählt. 2013 gab er sein Amt ab, ist aber weiterhin im Orts- und Gemeinderat sowie in der Fraktion der CDU tätig.

Fragt man beide, worauf sie ihre lange und glückliche Ehe zurückführen, meinen sie: „Allein ist der Mensch ein unvollkommenes Ding. Er muss einen zweiten finden, um glücklich zu sein. Wir haben viele gemeinsame Interessen und uns immer gegenseitig vertraut“. Die Feier zur Diamantenen Hochzeit begehen die Eheleute Wichmann heute im Naturfreundehaus im Familienkreis. Aber für Freunde und Bekannte ist dort ab 10.30 Uhr ein kleiner Empfang vorgesehen. gs

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare