Team der Osterwaldbühne bereitet sich bereits auf „Kalender-Girls“ vor

Proben für Sommerstücke

Die Darsteller der Osterwaldbühne entspannen sich bei Tai-Chi-Übungen. Foto: Spätlich

OSTERWALD Kaum hatte das neue Jahr begonnen, schon startete die Osterwaldbühne mit den Vorbereitungen für ihre neue Sommerstücke. In den Nachmittagsvorstellungen steht „Ronja Räubertochter“ auf dem Programm, als Abendstück wird „Kaldender-Girls“ in einer Bearbeitung von Tim Firth angeboten. Die Geschichte, die auch als amerikanische Komödie verfilmt wurde, basiert auf einer wahren Begebenheit.

Die Handlung: In der Regionalgruppe des „Women’s Institutes North Yorkshire“ versammeln sich wöchentlich die Hausfrauen, alle mittleren Alters, des Ortes. Zu ihnen gehören auch die langjährigen Freundinnen Annie und Chris. Die Sitzungen der Gruppe langweilen die meisten der Frauen, aber keine will zugeben, dass Vorträge über Brokkoli, das Herstellen von Teppichen oder Tai-Chi-Übungen nicht wirklich interessant sind. Wie jedes Jahr wollen die Damen auch im kommenden Jahr wieder einen Kalender herausbringen. Die bisherigen Kalender zeigten Blumenbilder oder Fotos von regionalen Brücken. Im nächsten Kalender sollen es Kirchen aus der Region sein.

Die Erlöse der bisherigen Kalender brachten allerdings kaum nennenswerte Einnahmen. Eines Tages erkrankt John Clarke, der Ehemann von Annie, an Leukämie. So verbringen die Freundinnen Chris und

Annie viel Zeit im Angehörigenraum des Krankenhauses und Chris stellt fest, dass das Sofa dort alles andere als gemütlich ist. Annies Ehemann stirbt, und die Freundinnen beschließen, dass sie die Erlöse des neuen Kalenders nutzen wollen, um für den Angehörigenraum des Krankenhauses ein neues Sofa zu kaufen. Ein brauchbares gemütliches Sofa soll aber 900 Pfund kosten, was mit den Erlösen des

Kalenders kaum bezahlbar wäre. Chris hat eines Tages beim Anblick eines Pin-up Kalenders die Idee, dass die Frauen selbst auf den Fotos des Kalenders zu sehen sein sollen. Sie wollen sich bei hausfrauentypischen Tätigkeiten fotografieren lassen, allerdings mit einer Besonderheit: Die Frauen darauf sollen nackt sein. Nach vielen Wirren entsteht der Kalender und wird zu einem von den Frauen nicht erwarteten Riesenerfolg.

Die Spielleitung liegt in diesen Jahren in den Händen von Marina Raymann-Sieven und Frauke Höflich. Marina Raymann-Sieven ist nach 19 Jahren jetzt wieder dabei und freut sich besonders auf diese Aufgabe. „Dieses Stück ist eine besondere Herausforderung sowohl für die Darsteller als auch für die Spielleitung. Dieses Stück lebt eher von seinen besinnlichen, zum Teil auch traurigen Momenten. Doch auch der typisch englische Humor kommt dabei nicht zu kurz“, meint sie.

Die neun weiblichen und vier männlichen Darsteller sind bereit seit Anfang Januar am Proben und haben mittlerweile das ganze Stück jetzt erstmals als Einheit zusammen gespielt. Wie ernst sie es nehmen, bewiesen sie auch dadurch, dass sie extra Knut Gieselmann aus Hannover als Tai-Chi-Lehrer engagierten. In mehreren Stunden brachte er den Darstellern diese fernöstliche Kunst bei. Eigentlich handelt es sich dabei um eine Kampfkunst, wird bei uns aber durch die Art und Weise der Bewegung, die in der Regel langsam, gleichmäßig und fließend ausgeführt wird, als Entspannungsübung genutzt.

Premieren der Sommerstücke sind: „Ronja Räubertochter“ am Sonnabend, 7. Juni, um 15.30 Uhr und „Kalender-Girls“ am Freitag, 11. Juli, um 20 Uhr. Kartenvorbestellungen sind möglich unter der Telefonnummer 05153/96069, Fax: 05153/96067 oder Mail info@osterwaldbuehne.de. gs

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