Erster Puttappel-Abend in Oldendorf

Premiere geglückt

Magdalene Kassel erzählt Geschichten aus Oldendorf.

OLDENDORF In Norddeutschland gehört es in der Winterzeit bereits seit vielen Jahren zur Tradition, dass neben den Braunkohlwanderungen auch „Puttappel-Abende“ gefeiert werden. Der Verein für Grenzbeziehung und Heimatpflege in Oldendorf hat jetzt mit diesem ersten Puttappel-Abend Neuland betreten und war überrascht vom Erfolg. „Wir waren überrascht vom Erfolg, dass so viel Oldendorfer Bürger daran teilnehmen würden, hätten wir nicht gedacht. Das macht uns Mut, in dieser Richtung weiterzumachen. Sicher haben noch viele Oldendorfer was zu erzählen – wir werden uns überlegen, wie wir hier weitermachen wollen“, meinte Erika Rasch, Vorsitzende des Vereins für Grenzbeziehung und Heimatpflege in Oldendorf.

Ein wenig vorbereitet hatten sich mit kleinen Geschichten und Anekdoten aus der Vergangenheit Magdalene Kasse, die von Hausschlachtungen berichtete, Wilhelm Sander, wobei die Familie nach dem Krieg in ihrer Mühle Strom für den Ort herstellten, Dieter Hohmann mit einer Sage aus Oldendorf und Christa Piehl, die über die Zeit nach dem Krieg, als auch Oldendorf Flüchtlinge aufnehmen musste, berichtete. Spontan erzählte Hermann Carnehl von einer Begebenheit, als bei einem Junggesellenabschied ein „Schinken-Klau“ in die Oldendorfer Geschichte einging. Auch die Geschichte des „Moulin-Rouge“, einer der ersten Nachtclubs mit erotischem Charakter im ländlichen Raum in Oldendorf, fand Erwähnung. „Komisch, dass angeblich niemand drin war, aber alle was zu berichten hatten“, hörte man dann einige hinter der vorgehaltenen Hand munkeln. gs

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