Hilfen von Bund und Land sichern Zukunft

Naturfreunde Lauenstein: Corona sorgt für Leerlauf

Bettina Paul (hinten) und Dagmar Fischer (vorne) aus dem Küchenteam helfen bei der Renovierung des Naturfreundehauses fleißig mit.
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Bettina Paul (hinten) und Dagmar Fischer (vorne) aus dem Küchenteam helfen bei der Renovierung des Naturfreundehauses fleißig mit.

Lauenstein – Derzeit ist es sehr ruhig im Naturfreundehaus Lauenstein. Lediglich Monteure sind in dem Gebäude untergebracht. Normalerweise laufen oft Schüler die Gänge entlang – und aus manchen Räumen ist Musik zu hören. Doch Schulfahrten und Chorfreizeiten sind derzeit nicht wahrzunehmen. In normalen Jahren beherbergt das Naturfreundehaus Lauenstein inklusive Zeltplatz, Ferienwohnung und Hütten rund 15 000 Besucher. Im Jahr 2020 schrumpfte diese Zahl aufgrund der Corona-Pandemie auf lediglich 7 000 Besucher. Nur der guten Auslastung des Zeltplatzes, der Hütten und der Ferienwohnung im Sommer war zu verdanken, dass überhaupt so eine Zahl erreicht werden konnte. Den Leerlauf in der Beherbergung nutzen die Angestellten des Hauses jetzt für eine Renovierung, die in Eigenleistung durchgeführt wird. 

„Die Angebote draußen wurden gut genutzt, wodurch das Jahr nicht ein totaler Reinfall wurde“, so der Vorsitzende der Naturfreunde, Bernd Golembek. Im Normalfall sind gerade die Wochenenden mit Seminaren oder Veranstaltungen von Feuerwehren, DRK und sonstigen Vereinen fast immer ausgebucht, was aber alles ausfiel. Für das Jahr 2021 sind bis jetzt auch nur Buchungen unter Vorbehalt vorgenommen worden. Wegfallen werden bis mindestens Mitte 2021 die Schulklassen – und auch für die zweite Jahreshälfte rechnen die Naturfreunde nicht mit Buchungen aus diesem Segment. Umso dankbarer sind Golembek und sein Hausleiter Carsten Tiede, dass es vom Land und vom Bund finanzielle Hilfen für die Jugendbegegnungsstätte gab. „Damit haben wir 75 Prozent der Kosten aufgefangen, und dank wirksamer Hilfe wie dem Kurzarbeitergeld sind wir in keiner prekären Lage. Die Zusammenarbeit mit Behörden wie etwa der Agentur für Arbeit war dabei sehr gut“, lobt Golembek die öffentlichen Stellen.   Golembek hofft, dass es in diesem Jahr auch noch Programme gibt, die die Einrichtung finanziell auffangen. Bisher bestand nicht die Gefahr, dass das Haus im Fortbestand gefährdet ist. Mit der Kreispolitik wurde auch schon Kontakt aufgenommen, um für den schlimmsten Fall gewappnet zu sein. „Wir hatten 2018 und 2019 zwei gute Jahre, wovon wir jetzt noch zehren“, erklärt Golembek. Um Kosten zu sparen, wurde auslaufende Stellen bisher nicht neu besetzt. So ging in der Küche eine Kraft in den Ruhestand, und erst später ist eine Neubesetzung vorgesehen. Bisher sind 8,75 Stellen im Haus besetzt, wobei diese in Zukunft dann „noch in Richtung 12“ steigen werden.

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