130 000 Euro schwere Sanierung innerhalb von vier Monaten abgeschlossen

Lönsturm in neuem Glanz

Erneuertes Mauerwerk: Die Sanierung des äußeren Mauerwekrs ist die Schwerpunkt der Arbeiten gewesen. Fotos: Göke

SALZHEMMENDORF Vier Monate haben die Arbeiten gedauert: Seit dem Frühjahr war eine Spezialfirma damit beschäftigt, den Lönsturm zu sanieren. Doch bevor die Sanierung starten konnte, hatte der Heimat- und Verkehrsverein Salzhemmendorf einige Klippen zu umschiffen.

„Das bekommt ihr nie zusammen“, war von einigen Skeptikern mit Blick auf die Finanzen vorher zu hören. Doch Torsten Ziegenmeyer, Vorsitzender des Vereins, war sich mit seinem Vorstandsteam sicher, dass die Zukunft des Turms vielen Firmen und Einwohnern aus der Region am Herzen liegt.

Und damit sollten sie schließlich Recht behalten. Ursprünglich ging der Verein von Sanierungskosten in Höhe von etwa 110 000 Euro aus. Doch im Laufe der Arbeiten erhöhte der Verein die angedachten Arbeiten noch etwas, so dass die Kosten auf 130 000 Euro stiegen. „Die geplanten Arbeiten blieben alle im Kostenrahmen. Doch im Zuge der Sanierung entschieden wir uns noch dazu, Maßnahmen wie die Platzgestaltung mit neuen Bänken oder die Sanierung der Treppenstufen auch gleich anzugehen“, so Ziegenmeyer.

Schwerpunkt der Sanierung war die Sanierung des äußeren Mauerwerks, was als dringlichste Aufgabe galt. Die Fugen des Mauerwerks wurden in aufwendiger Handarbeit ausgekratzt und neu verfugt. In der ersten Aufstockung des Turms wurden auch die Treppenstufen ausgetauscht. Wo vorher alte Waschbetonstufen zu sehen waren, sind nun Stufen aus Edelstahl. Auch fielen im vergangenen Jahr noch die rotbraunen Flecken im Inneren des Turms auf. Diese Korrosionsschäden wurden im Zuge der Sanierung beseitigt. Im Innenraum des Turms wurde der Putz entfernt und neu verfugt.

Trotz der Erhöhung der Gesamtkosten ist bis auf einen kleinen Restbetrag von 2 000 Euro das Geld zusammen gekommen. Besonders froh ist Ziegenmeyer, dass sich die Gemeinde und die Ortsräte Salzhemmendorf, Hemmendorf und Oldendorf trotz der schiefen Haushaltslage mit der Stellung von 32 000 Euro, davon 28 000 Euro im Gemeindehaushalt, zum Lönsturm und dem Wahrzeichen der Region bekannt haben. 32 000 Euro kommen dazu aus EU-Mitteln. Weitere zehn Prozent des Gesamtbetrages brachte der Verein schließlich an Eigenmitteln ein und der Restwurde durch Veranstaltungen und vor allem durch Spenden zusammengetragen. „Wir haben wirklich gemerkt, wie sehr die Firmen und Einwohner aus der Region hinter diesem Wahrzeichen und unserem Verein stehen. Das war schon toll.“, so Ziegenmeyer.

Das Einzige was bei der Sanierung nicht mehr finanziert werden konnte, war das Streichen des Stahlgerüstes auf der Plattform. Allerdings ist dies auch noch nicht zwingend erforderlich, so dass sich der Verein auf die nächsten Projekte bald stürzen kann. In den kommenden Jahren sollen die Sitzbänke in der Region erneuert werden. Holzbänke sollen für mehr Attraktivität in dem Tourismusgebiet sorgen.

Neben einiger anstehender Reparaturen an der Grillhütte wird das nächste Großprojekt die Erstellung von neuen Wanderkarten und zugehörigen Schautafeln. Aus der Entfernung kann man jetzt den Lönsturm auch wieder sehen, da einige Bäume rund um den Turm aufgrund der Sanierung entfernt wurden. Bis zur Einweihung will der Verein noch den Schutzraum neu gestalten. In Eigenarbeit wird dann noch ein Fenster und eine Sitzgelegenheit in dem Raum am Fuße des Turms installiert.

Für Sonnabend, 27. September, ist die offizielle Einweihung des Turmes vorgesehen. Angedacht ist eine Wanderung zu dem Turm mit anschließendem Verzehr von etwas Rustikalem. Für Ältere aus der Region will der Verein auch einen Fahrdienst einrichten.

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