Unterkunft für 687 Menschen / Spendenkonto / „Familien-Erstaufnahmeeinrichtung“

Linsingen-Kaserne Hameln: Hilfe von vielen Seiten

KREIS Spricht man das Thema Flüchtlinge im Landkreis Hameln-Pyrmont an, kommt man nicht umhin, nicht nur über Salzhemmendorf, sondern auch über die vielen hundert ehrenamtlichen Helfer zu sprechen. Allen voran kümmert sich das Deutsche Rote Kreuz um die mittlerweile 687 schutzsuchenden Menschen, die in der Linsingen-Kaserne in Hameln untergekommen sind (die LDZ berichtete).

Es gibt viel zu tun – und mittlerweile unterstützen unter anderem DRK-Bereitschaften aus Holzminden und Alfeld die Helfenden. Mehr als 100 Freiwillige der Bereitschaften des DRK aus dem Weserbergland sowie rund 200 Helfer von Feuerwehr und THW fanden trotz der sich anfänglich überschlagenden Ereignisse schnell und professionell zu ihrer Routine und arbeiteten Hand in Hand. Die Ehrenamtlichen um DRK-Einsatzleiter Michael Bretzing organisierten, und schnell war die Kaserne rechtzeitig aufnahmebereit. Sobald die Ankunft der ersten Flüchtlinge bekannt wurde, rollte eine riesige Welle der Hilfsbereitschaft heran. Viele Menschen helfen, mit Geldspenden und Sachgütern. Dolmetscher bieten rund um die Uhr ihre Hilfe an. Auch Mediziner und Pflegepersonal stellen ihr Wissen und ihre Arbeitskraft zur medizinischen Versorgung der Menschen zur Verfügung: ehrenamtlich und unentgeltlich. Mittlerweile wurde mit dem Land Niedersachsen und dem DRK-Kreisverband Weserbergland ein Konzept für den weiteren Betrieb erarbeitet. Dieses Konzept sieht vor, dass für die Dauer eines Jahres auf dem Areal eine „Familien-Erstaufnahmeeinrichtung“ vorgehalten wird. Somit werden in erster Linie Familien und alleinreisende Frauen und Kinder aufgenommen. Dadurch ist es möglich, diesen besonderen Per sonenkreis aus der derzeit in den anderen Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes sehr schwierigen Situation herauszunehmen und ihnen eine entspanntere Unterbringung und einen besonderen Betreuungsbedarf zu bieten. Insgesamt kann so etwa 1 000 Personen der Weg in ein Stück Normalität erleichtert werden.

Damit sich Anwohner, Interessierte und die Bewohner der Kaserne näher kommen können, laden DRK und Landkreis unter dem Motto „Zeit für Begegnung“ für Freitag, 18. September, in der Zeit von 14 bis 17 Uhr auf das Gelände ein.

Das DRK nimmt auch weiterhin Spenden entgegen. Benötigt werden Erwachsenen- und Kinderkleidung, Hygieneartikel sowie Kinderspielsachen. Die Spenden können direkt am Eingang der Linsingen-Kaserne abgegeben werden. Infos über die Hilfsmöglichkeiten gibt Sophie Münch unter der Telefonnummer 05151/903-3011. Auch Geldspenden sind möglich und fließen direkt in die Flüchtlingshilfe vor Ort:

DRK-Kreisverband Weserbergland, IBAN: DE85254501100000004440, Sparkasse Weserbergland, Verwendungszweck: Flüchtlinge.

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