Bürgermeisterwahl: Grießner und Pommerening treten an

Kandidaten nominiert

Clemens Pommerening.

Salzhemmendorf Der Flecken Salzhemmendorf steht politisch vor einem entscheidenden Schritt: Im Oktober wäre die Amtszeit von Bürgermeister Martin Kempe ausgelaufen, der aber aus gesundheitlichen Gründen seit nunmehr 15 Monaten sein Amt nicht mehr wahrnehmen konnte. Da er für eine weitere Amtszeit auch nicht mehr zur Verfügung steht, haben die Fraktionen beschlossen, für die nächsten sieben Jahre jeweils einen eigenen Kandidaten zu nominieren. Die Direktwahl der Bürgermeisterin oder des Bürgermeisters im Flecken Salzhemmendorf findet zeitgleich mit der Wahl zum europäischen Parlament am 25. Mai statt.

Zur Wahl kann sich grundsätzlich jeder stellen, wenn er folgende Vorgaben erfüllt: Der Bewerber muss im Wahlbereich des Fleckens Salzhemmendorf wohnen, der Antrag des Bewerbers muss von mindestens 120 Wahlberechtigten des Fleckens Salzhemmendorf persönlich und handschriftlich unterzeichnet sein und die Wahlvorschläge müssen spätestens bis zum 7. April um 18 Uhr bei der Wahlleitung des Flecken Salzhemmendorf, Rathaus, Hauptstraße 2, 31020 Salzhemmendorf, eingegangen sein.

In den vergangenen Monaten und Wochen haben die Fraktionen der SPD und CDU nun nach geeigneten Kandidaten gesucht und jetzt innerhalb der Vorstände beschlossen. In beiden Fällen müssen die Vorschläge für die Kandidaten zwar noch bei einer Mitgliederversammlung abgesegnet werden, doch wird hier kaum großer Widerstand erwartet. Für die SPD-Fraktion wird Karl-Heinz Grießner und für die CDU der parteilose Clemens Pommerening ins Rennen gehen.

Karl-Heinz Grießner ist gebürtiger Wallenser, hier aufgewachsen und bis heute wohnhaft. Er ist gelernter Bankkaufmann, verheiratet, hat zwei Kinder und mittlerweile bereits drei Enkel. Er ist 1973 in die aktive Politik eingestiegen, war Ortsbürgermeister, Kreistagsabgeordneter und ehrenamtlicher Gemeindebürgermeister. Nach einer „Auszeit“ ist er jetzt wieder als Ortsbürgermeister und stellvertretender Gemeindebürgermeister aktiv dabei.

Sein Gegenkandidat Clemens Pommerening ist ebenfalls gebürtiger Wallenser und wohnt auch dort. Er ist Beamter des gehobenen allgemeinen Verwaltungsdienstes und seit 1991 beim Flecken beschäftigt. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder. Seit der Erkrankung von Martin Kempe ist er beim Flecken der Vertreter des Bürgermeisters. Als langjähriger Vertreter des Bürgermeisters ist ihm auch das politische Tagesgeschäft nicht fremd.

Für die Fraktionsvorsitzender der Parteien, Walter Kramer (SPD) und Friedrich-Wilhelm Knust (CDU), sind die jeweiligen Kandidaten für den Posten des Bürgermeisters prädestiniert. Für beide Kandidaten steht das „Wir-Gefühl“ ganz oben an. Dazu gehört es, die ländlichen Strukturen zu erhalten, Mittler bei Problemen zwischen Rat, Verwaltung und Bürgern zu sein und das Gemeindeleben als Gemeinschaft zu sehen.

Beide sehen aber auch die schwierigen Aufgaben, die vor ihnen stehen und bewältigt werden müssen. „Die Finanzierung des Haushaltes, Schulstandorte, Straßenbau und Freibäder aber auch eine im Gespräch befindliche Fusion mit Coppenbrügge werden unter anderem die vorrangigen Aufgaben für den künftigen Bürgermeister sein und ihn voll in Anspruch nehmen“, meinten dann auch Kramer und Knust. gs

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