Landtagsabgeordneter lädt regionale Vertreter zu Gesprächen ein / Weserbergland als Marke stärken

Grenzenlose Tourismusoffensive

Wollen Tourismusstandort stärken (v.l.): Achim Küllig, Uwe Schünemann, Eckhard Füllberg, Ulrich Nitsch, Wolfgang Schulz, Klaus Krumfuß und Otto Deppmeyer kommen im Waldhotel Humboldt zusammen, um über die Zukunft zu sprechen. Foto: Vogelbein

WALLENSEN Um Zielvereinbarungen für die Zusammenarbeit mehrerer Kommunen zur Stärkung des Tourismus zu treffen, bat der Landtagsabgeordnete Klaus Krumfuß vorgestern in das Waldhotel nach Wallensen. Seiner Einladung waren einige Vertreter gefolgt, darunter Wolfgang Schulz als Bürgermeister der Samtgemeinde Duingen, Eckhard Füllberg als Ratsvorsitzender des Fleckens Salzhemmendorf und Uwe Schünemann als Landratskandidat des Landkreises Hameln-Pyrmont.

Auch wenn der ehemalige Innenminister des Landes Niedersachsen als prominenter Gast und als Landratskandidat sicherlich nicht ungewollt im Mittelpunkt stand, ergriff zunächst Duingens Samtgemeindebürgermeister Wolfgang Schulz das Wort. Ziel dieses Treffens sei es, auch „über die Grenzen hinaus zu schauen“, wenn es darum geht, die Region im Zusammenhang mit dem Tourismus zu stärken. Und auch Krumfuß machte deutlich, dass es nur über die Gemeindegrenzen hinaus gehe. Schulz hob in diesem Zusammenhang auch die Marke „Pottland“ hervor, die die besondere Stellung der Samtgemeinde Duingen im Bezug auf die Töpfer-Vergangenheit bewerbe und für Touristen attraktiv mache. Wanderwege und das Töpfermuseum seien hierfür besondere Ziele. Aber auch die Verknüpfung mit der Region Weser- und Leinebergland soll in Zukunft deutlicher hervorgehoben werden. Dazu sei es insbesondere wichtig, nicht nur seine eigenen Vorzüge, sondern auch die des Nachbarn zu bewerben und so eine starke Gemeinschaft entstehen zu lassen. „Wir müssen über das Denken von Kirchturm zu Kirchturm hinaus“, betonte der Samtgemeindebürgermeister. Auch Uwe Schünemann sieht in der Stärkung der Marke „Leine- und Weserbergland“ einen Schlüssel für Erfolg. Als „Tourismusoffensive Weserbergland“ bezeichnete er schließlich das Projekt und legte unter großem Zuspruch von Krumfuß und Schulz eine Überschrift fest, unter der auch in Zukunft solche Treffen stattfinden könnten.

Schünemann, der sich aktuell im Wahlkampf um das Landratsamt in Hameln-Pyrmont befindet, sehe ebenfalls großes Potenzial in der Region als Tourismus-Hochburg. Langfristiges Ziel sei es sogar, eine Zusammenarbeit zwischen Leinebergland und Weserbergland anzustreben. Von der bisherigen Zusammenarbeit von Duingen und Salzhemmendorf sei er „begeistert“, sehe aber auch, dass andere Gebiete noch voraus seien. Als Grund dafür nannte er, dass in der hiesigen Region das Angebot an Aktivitäten noch nicht ausreichend ausgeschöpft sei. Wie das genau verbessert werden könnte, mache der Hotel-Besitzer Ulrich Nitsch bereits vor: Mit Flyern weist er auf Angebote in der Region hin. Sogar von Reiseunternehmen werde er gelistet – unter der Rubrik „Heide“. „Das zeigt doch, das wir die Region bekannter machen müssen“, so Nitsch. Konkretes sollen weitere Treffen hervorbringen. Man stellte jedoch fest, sich bereits auf einem guten Weg zu befinden.

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