Finanzierungslücke geschlossen: Ausgestaltung soll nach den Sommerferien erfolgen

Gedenkstätte für Zwangsarbeiter

Salzhemmendorf – Der Landtagsabgeordnete Ulrich Watermann, Constantin Grosch, der Vorsitzende der Mehrheitsgruppe im Kreistag, Gemeindebürgermeister Clemens Pommerening, Ortsbürgermeister Karsten Appold und der Bundestagsabgeordnete Johannes Schraps haben sich über den Stand der Planungen hinsichtlich der geplanten Gedenkstätte für sowjetische Zwangsarbeiter in Salzhemmendorf informiert. Mindestens sieben Zwangsarbeiter, die unter unmenschlichen Bedingungen im Steinbruch bei Salzhemmendorf schuften mussten, kamen damals ums Leben. Der Historiker Bernhard Gelderblom hat das Leben der Zwangsarbeiter aufgearbeitet und gemeinsam mit dem verstorbenen Bildhauer Burkhard Bösterling einen Vorschlag für die Ausgestaltung des Gedenkortes erstellt. Nachdem der Ortsrat und anschließend auch der Flecken bereits eine finanzielle Unterstützung bereitgestellt hatten und weitere Gelder aus der Bürgerstiftung Weserbergland und vom „Verein für regionale Kultur- und Zeitgeschichte Hameln“ beigesteuert wurden, fehlte noch ein Betrag von etwa 4 000 Euro zur Ausfinanzierung. Mit Unterstützung der Bundes-, Landes- und Kreisebene und einem ganz erheblichen privaten Spendenaufkommen konnte diese Finanzierungslücke nun geschlossen werden. Die Abgeordneten sind sich einig: „Der Opfer dieser schrecklichen Zeit muss in einer angemessen Weise gedacht werden. Mit einem Gedenkort in Sichtweise des jüdischen Friedhofes wird die Erinnerung an die sowjetischen Zwangsarbeiter, die im Salzhemmendorfer Steinbruch ihr Leben lassen mussten, wach gehalten. Auch kommende Generationen werden mit den Informationen am Gedenkort die Möglichkeit haben, sich mit Geschichte und ihren Auswirkungen hier vor Ort auseinanderzusetzen.“ Bernhard Gelderblom ist zusammen mit den Vertretern der Gemeinde Salzhemmendorf zuversichtlich, den Gedenkort nun bald nach dem Ende der Sommerferien realisieren zu können.

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