Gemeinsames Erleben beim Tag der Begegnung der Bürgerhilfe am Ith

Einander nähergebracht

Margeret Murehwa, Christiane Spähr und Nsrin Taha schnippeln Gemüse.

SALZHEMMENDORF „Wer schnippelt den Sellerie?“, fragte Köchin Ellen Hansen und Nsrin Taha sagte gleich zu. Mit scharfem Messer wurde der Sellerie von der Syrerin gleich kleingeschnitten. Margeret Murehwa aus Simbabwe kümmerte sich ums Aufschlagen der Eier, Brigitte Schnelle, Ganemete Idrizi, Gerlinde Schwalger, Gabriele Ehle, Christiane Spähr und Christine Schwark schnippelten währenddessen auch Gemüse.

„Wir freuen uns sehr, dass Ellen als Küchenchefin sofort bereit war, uns zu helfen“, erklärte Claus-Peter Willems vom Vorstand der Bürgerhilfe. Willems macht mit seiner Ehefrau jedes Jahr Urlaub auf Föhr und hat sich dort mit Ellen Hansen angefreundet, deren Eltern immer die Unterkunft für die Willems zur Verfügung stellen.

Beim jetzigen Besuch in der Region brachte die Vollblut-Köchin gleich ihre Küchenutensilien mit und kochte zusammen mit drei Frauen aus Flüchtlingsfamilien sowie freiwilligen Helfern aus der Region eine Hochzeitssuppe sowie eine syrische Linsensuppe für den Tag der Begegnung in der Küche der KGS Salzhemmendorf, die von der Schule für diese Aktion sofort zur Verfügung gestellt wurde. Um den Geschmack der Menschen zu treffen, wurde mit der syrischen Linsensuppe eine Suppe gewählt, die die Flüchtlinge vielleicht mit ihrer Heimat in Verbindung bringen. Als Gegensatz dazu war die Hochzeitssuppe gedacht, die auf kaum einer Speisekarte in Deutschland fehlt. Die Vorsitzende der Bürgerhilfe, Gabriele Ehle, war so überzeugt davon, dass bestimmt jeder Geschmack am Nachmittag getroffen wird.

Denn vor den Räumen der Bürgerhilfe hatten schon am Vortag zahlreiche Helfer Zelte, Tische und Bänke aufgebaut, wo am nächsten Tag die Begegnung stattfinden sollte. „Nach dem Anschlag in Salzhemmendorf und der folgenden tollen Demonstration wollten wir einfach zeigen, dass wir auch weiterhin für eine Willkommenskultur einstehen“, so Ehle. Die Flüchtlinge können so auf die hiesige Bevölkerung und die Bevölkerung wiederum auf die Flüchtlinge zugehen. Mit Dolmetschern war dafür gesorgt, dass auch Sprachbarrieren nicht aufkamen und sich alle miteinander unterhalten konnten, wovon doch viele Gebrauch machten. Viele konnten sich allerdings auch mit Händen und Füßen oder auf Englisch unterhalten.

Insgesamt benötigte es rund drei Wochen Vorbereitung, wo sich der Vorstand der Bürgerhilfe intensiv mit dem Tag der Begegnung, der auch ein Tag der offenen Tür darstellte, beschäftigte. Etwa 20 Helfer waren notwendig, um alles umzusetzen. Die Bürgermeister der Gemeinden Salzhemmendorf und Coppenbrügge – Clemens Pommerening und Hans-Ulrich Peschka – konnten sich vor Ort überzeugen, dass alle Ideen gut umgesetzt wurden. Neben der Verkostung der schmackhaften zwei Suppen gab es auch einen Spieleraum für Kinder, ein Kuchen- und Salatbuffet sowie den Auftritt einer Trommelgruppe, was über den Kontakt der Flüchtlingssozialarbeit vom Landkreis zu Stande kam. Einen Dank richteten die Verantwortlichen auch den Heimat- und Verkehrsverein, die bei der Ausstattung des Festes mit unter die Arme griffen.

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