TSV Barsinghausen triumphiert bei WTW-Humboldt-Trophy

Derbys sorgen für heiße Stimmung

Der TSV Barsinghausen gewinnt erstmals die WTW-Humboldt-Trophy. Foto: Göke

SALZHEMMENDORF  Für den gastgebenden Verein WTW Wallensen war dieses Jahr die 5. WTW-Humboldt-Trophy sportlich nicht von Erfolg gekrönt. Am Finaltag war genau wie für den Nachbarn Blau-Weiß Salzhemmendorf in der Zwischenrunde Schluss, so dass man schließlich gegeneinander das Neun-Meter-Schießen um den fünften Platz bestreiten konnte. Sportlich zu überzeugen wusste dagegen der MTV Lauenstein, der bis ins Halbfinale vordrang und dort auch den höherklassigen Mannschaften Probleme bereitete.

Stimmungsmäßig und wirtschaftlich waren die WTW-Organisatoren aber wieder sehr zufrieden. An den drei Tagen „zwischen den Jahren“ pilgerten wieder über 1 000 Zuschauer in die Kreissporthalle nach Salzhemmendorf.

Spannung war am Finaltag der WTW-Humboldt-Trophy garantiert. Dem Spielplan war es zu verdanken, dass in der Zwischenrunde zwei spannende Gruppen entstanden. In der „Todesgruppe“ E trafen die Bezirksligisten TSV Bisperode, TSV Barsinghausen und WTW Wallensen auf den Landesligisten Spvgg Bad Pyrmont. In der Gruppe F gab es zwar keine Mannschaft aus dem Bezirk, aber einige heiße Derbys zu erwarten. Hier trafen Blau-Weiß Salzhemmendorf, MTV Lauenstein und der FC Latferde aus der Hamelner Kreisliga auf den DSC Duingen, der in der 1. Kreisklasse Hildesheim beheimatet ist. Das Team der Praxis für Krankengymnastik von Sven Köhne hatte alle Hände voll zu tun, um die Blessuren der Spieler zu behandeln. Die Spieler nahmen diesen kostenlosen Service aber gerne in Anspruch.

In Gruppe E setzten sich in den ersten beiden Spielen jeweils die Favoriten durch. Vorjahressieger Spvgg Bad Pyrmont und der TSV Barsinghausen ließen hier den Gastgeber WTW Wallensen und den TSV Bisperode hinter sich, da im letzten Spiel der TSV nach Rückstand den WTW noch mit 2:1 besiegen konnte.

In der Gruppe F setzten sich der MTV Lauenstein und der FC Latferde durch und verwiesen Blau-Weiß Salzhemmendorf und den DSC Duingen auf die Plätze. Auch hier sorgte die ausgeglichene Gruppe für Spannung. Erst im letzten Spiel sicherte sich der MTV Lauenstein den Gruppensieg mit einem knappen 3:2 gegen den DSC Duingen, der mit einem Sieg ebenfalls Gruppensieger hätte werden können. So blieb aber nur der letzte Platz hinter Salzhemmendorf, die schon vor dem letzten Spiel keine Chance auf ein Weiterkommen hatten.

In den beiden Halbfinalspielen setzte sich jeweils die höherklassige Mannschaft durch. Im ersten Halbfinalspiel traf dabei der Bezirksligist TSV Barsinghausen auf den FC Latferde. Latferde kam hier kaum zu Chancen und Barsinghausen spielte souverän seinen Sieg heraus, der durch Tore von Robert Just und Marvin Körber mit 2:0 zu Stande kam. Im zweiten Halbfinalspiel kam die Spvgg Bad Pyrmont schließlich auch souverän weiter, da sie immer die richtige Antwort parat hatten. Nach dem Pyrmonter Führungstreffer von Nils Nehrig konnte Linus Zorn zwar für Lauenstein zum 1:1 ausgleichen, doch Jannik Denker und wiederum Nils Nehrig schossen die Spielvereinigung mit 3:1 in Front. Linus Zorn konnte zwar erneut verkürzen, doch Markus Middel stellte schließlich für die Kurstädter den 4:2-Endstand her.

Obwohl beide auf dem Weg ins Finale groß zu kämpfen hatten, trafen dort schließlich mit dem TSV Barsinghausen und der Spvgg Bad Pyrmont die beiden Turnierfavoriten aufeinander. In einem zunächst von Taktik geprägten Spiel war es Nils Nehrig, der für die Spielvereinigung den Führungstreffer zum 1:0 erzielte. Nach einem Drittel der Spielzeit glich Marvin Körber für den TSV Barsinghausen aber zum 1:1 aus. Zweieinhalb Minuten vor Spielende schoss schließlich Robert Just für den TSV Barsinghausen den umjubelten Führungstreffer, der zum Turniersieg reichte.

Zum besten Spieler des Turniers wurde Niklas Kähler (MTV Lauenstein) gewählt. Als bester Torhüter wurde Kai Witt (TSV Barsinghausen) von den Trainern gewählt. Die Torjägerkrone sicherte sich ebenfalls Niklas Kähler mit zehn Treffern. Den Fairness-Pokal erhielt dieses Jahr Blau-Weiß Salzhemmendorf.

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