Politischer Aschermittwoch im Flecken Salzhemmendorf

Engagement wird gewürdigt

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Dank und Anerkennung: Die Geehrten auf einen Blick.

Salzhemmendorf – Der politische Aschermittwoch lief zum 33. Mal über die Bühne. „Wir bleiben der Tradition treu, Menschen zu ehren, die durch ihre ehrenamtliche Arbeit Dank und Anerkennung verdient haben. Zum dritten Mal dabei ist die Ehrung zum Sportler des Jahres“, so Bürgermeister  Pommerening.

Bei seinem Rückblick ging Pommerening nicht nur auf das abgelaufene Jahr ein, sondern blickte auf die vergangenen zehn Jahre zurück. „Was hat sich im Laufe der Jahre getan“, fragte er und ergänzte: „Die letzten Jahre waren sowohl durch die knappe Finanzlage als auch viele zu treffende Entscheidungen geprägt. Schulentwicklung, die Entwicklungen bei den Kindertagessstätten und auch der Feuerwehr standen dabei im Fokus und haben unsere ganze Tatkraft gefordert. Wir haben es aber durch gemeinsame Anstrengungen geschafft, über die Runden zu kommen. Im vergangenen Jahr haben wir es erstmals geschafft, einen ausgeglichenen Haushalt vorzulegen, so dass sich die Lage jetzt etwas entspannt“. Auf die Frage, wie die Zukunft gestaltet werden soll, meinte der Verwaltungschef: „Wir werden an allen Themen weiterarbeiten. Bei den Leeständen hat sich eine erfreuliche Entwicklung ergeben, für Gewerbebetriebe werden weitere Flächen bereitgestellt, in die öffentlichen Einrichtungen werden wir ebenso weiter investieren, wie den Erhalt unserer Bäder sichern. Froh sind wir, dass wir einen Partner gefunden haben, der die Digitalisierung mit dem schnellen Netzausbau weiter nach vorn treibt. In den vergangenen Jahren haben wir auch von Fördermitteln aus der EU (Leader-Maßnahmen) profitiert – und sind auch weiter mit dabei“. Im Anschluss an die politischen Ausführungen standen Ehrungen verdienter Bürger des Fleckens für vielfältiges, vorbildliches und damit herausragendes ehrenamtliches Engagement im Fokus. Zum dritten Mal konnte die Ehrung eines Bürgers vorgenommen werden, der sich im Bereich des Sports hervorgetan hat. Sven Köhne vom Gemeindesportring zeichnete Thorsten Scholz vom Schützenclub Lauenstein aus. Weitere Auszeichnungen ging an Erika Bornett, die seit 45 Jahren Chorleiterin ist und vor 16 Jahren auch den Gospelchor „Young voices and gospels“ in Osterwald gegründet hat. Weiter blieb es musikalisch, denn mit Maike Wiegmann und Katrin Beet verdienen sich zwei Mitglieder im Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr, Ortsfeuerwehr Wallensen, die Auszeichnung. Marc Telgheder, Vorsitzender der Osterwaldbühne, ging besonders auf das Engagement der Jugendlichen Akteure der Bühne, die im vergangenen Jahr mit der „Welle“, ein höchst politisches Thema angingen. Für das ganze Ensemble wurden Alena Berg, Paul Ole Torneden, Mathis von Oesen und Linnea von Oesen ausgezeichnet. Zum Abschluss der Veranstaltung gab es im geselligen Teil mit dem Programm des Kabarettisten Sebastian Schnoy eine besonders gelungene Vorstellung. Schon das Motto seines Programms: „Demokratie – warum Deppern, Idioten wählen“ war bezeichnend. Böse aber versöhnlich, lustig aber oft nachdenklich ging er mit der Gesellschaft ins Gericht. Sein Programm gibt die Kraft zum Leben und für die Auseinandersetzungen mit Vollpfosten, Scharfmachern und Zynikern – es ist eben „politisch erfrischend unkorrekt“.

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