Bergmannsverein Osterwald zieht Bilanz

Arbeitsreiches Jahr

Aufnahmeritual: Thorge-Mattis Janack springt über das „Arschleder“. Rechts nehmen ihm in Uniform Hans-Dieter Kreft.

OSTERWALD Auf ein arbeitsreiches aber auch ruhiges Jahr konnte Hans-Dieter Kreft diesmal bei der Jahreshauptversammlung des Bergmannsvereins in Osterwald zurückblicken. In seinem Jahresrückblick zog der Vorsitzende auch eine Bilanz über die ehrenamtlich geleistete Arbeit „unter Tage“ und „über Tage“. So wurden einschließlich der Führungen von den Aktiven insgesamt 3 107 Stunden im Schichtenbuch vermerkt. Bei 109 Führungen wurden 2015 Besucher durch den Hüttenstollen und das Museum geführt - 1203 Erwachsene und 822 Kinder. „Das waren insgesamt 123 Besucher mehr als im Vorjahr“, betonte Kreft.

Dieses positive Ergebnis resultiere im Wesentlichen aus der sehr erfolgreichen Ausstellung „Kunst im Bergwerk“, die sich 340 Personen angesehen haben. Den Initiatoren der Ausstellung, Heide und Hartmut Friedrich, sprach Kreft deshalb einen großen Dank aus. Als weitere Veranstaltungen des vergangenen Jahres nannte er unter anderem die Wanderung auf dem Bergmannsweg, die Ausstellung „Glasproduktion am Osterwald“, den Kindertag, diverse Vorträge und die Kindergeburtstage, die der Verein im Besucherbergwerk anbietet. Darüber hinaus berichtete der Vorsitzende, der gleichzeitig kommissarischer Leiter des Museums ist, dass das Museum wegen der vieler Spenden „aus allen Nähten platze“ und deshalb im Multifunktionsgebäude ein Lagerraum eingerichtet worden sei, in dem die Stücke vorerst gelagert worden seien.

Aber auch die Tradition wird im Bergmannsverein gepflegt. So erfolgte auch diesmal die Aufnahme neuer Mitglieder mit dem Sprung über das „Arschleder“. Diesmal waren es Werner Griese, Wieland Kramer und Thorge-Mattis Janack, die mit dem Bergmannssprung in den Kreis der Kameraden und Kameradinnen aufgenommen wurden und somit bekundeten, sich ihrer neuen Aufgabe zu stellen. Erstmalig in der Geschichte des 1980 gegründeten Vereins wurde ein 13-Jähriger aufgenommen. Um tatkräftig mit zupacken zu dürfen, muss er jedoch noch drei Jahre warten. „Das ist so vorgeschrieben“, erklärte Hans-Dieter Kreft. Bis dahin soll Thorge-Mattis langsam mit den Aufgaben des Besucherbergwerks vertraut und für Führungen fit gemacht werden.

Für 25-jährige Mitgliedschaft wurden (in Abwesenheit) Axel Kosanke und Uwe Stock geehrt. Für eine Ausstellung über den Ersten Weltkrieg im September sucht der Verein noch historische Fotos, Briefe, Dokumente und sonstige Erinnerungsstücke. gs

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