„Felix und Funny auf Reisen“-Vorstellung kommt in Salzhemmendorfer Grundschule gut an

Angst vor klassischer Musik nehmen

Auf der Reise ist das Wetter nicht immer schön. Fotos: Spätlich

SALZHEMMENDORF  „Singen ist die eigentliche Muttersprache des Menschen,“ sagte schon der berühmte Musiker Yehudi Menuhin. Darüberhinaus belegt eine Langzeitstudie, dass Musik die Intelligenz fördert und die Entwicklung von Kindern positiv beeinflusst. Jeder Mensch ist musikalisch. Entscheidend für die musikalische Entwicklung ist die Förderung. Je früher Eltern ihr Kind an die Musik heranführen, desto besser.

Ist es möglich, klassische Musik ganzen Familien, insbesondere auch den Kindern, nahezubringen? In der Grundschule in Salzhemmendorf wurde jetzt aufgezeigt, dass das sehr wohl geht. Das Musiktheater-Stück „Felix und Fanny auf Reisen“, schaffte das in einer guten Stunde. Es war eine Vorstellung für Ohr und Auge, die Kindern (und Erwachsenen?!) die Angst vor klassischer Musik nehmen will und diese einmal anders präsentiert: verspielt, mit viel Witz und Spaß! Zu Gast war die Theater-Companie aus Bad Pyrmont, die, unterstützt durch die Förderung des Landschaftsverbandes Hameln-Pyrmont, jetzt im Frühjahr 2015 wieder in den Schulen des Landkreises mit dem „Klassik für Kinder“-Konzert „Felix und Fanny auf Reisen“ unterwegs ist . Es ist ein Stück über des berühmten Komponisten Felix Mendelssohn-Bartholdy, der zusammen mit seiner Schwester Fanny Hensel eine musikalische Reise durch Europa unternimmt. In Schulaulen und Sporthallen in Bisperode, Bad Münder, Salzhemmendorf, Emmerthal und anderen Grundschulstandorten wird dazu eine richtige Kutsche aufgebaut.

Felix Mendelssohn, gespielt von Jörg Schade, und seine Schwester Fanny, dargestellt von der Sopranistin Melanie Spitau, führen die Zuhörer in das 19. Jahrhundert, in die Postkutschen-Zeit. In einer Postkutsche beginnt denn auch die Reise der beiden. Unterstützt von einem Streich-Quartett, das mit Mendelssohn-Musik die Reise begleitet, fahren Fanny und Felix von Leipzig aus zuerst in die Schweiz. Die beiden Darsteller beziehen ihr kleines Publikum mit in das Geschehen ein und lassen die Kinder raten, in welchem Land sie sich gerade befinden. Von der Schweiz aus geht es nach Italien, in Venedig steigen Fanny und Felix in eine Gondel, es erklingt ein venezianisches Gondellied. In Paris geht es durch den Triumphbogen, von dort reisen die Geschwister weiter nach England – Endstation ihrer Reise ist das schottische Hochmoor. Zurück in Leipzig stellen die Geschwister fest, dass sie beide den gleichen Traum hatten: Die ganze Reise existierte nur in ihrem Traum – der ihnen jedoch sehr real vorkam. gs

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