Christel Piehl aus Oldendorf möchte Oldendorfer Chronik erstellen

Alte Schulchronik gesucht

Christel Piehl fragt: „Wer weiß etwas über den Verbleib dieser Schulchronik und kann uns da weiter helfen?“ Foto: Spätlich

OLDENDORF J In jüngster Zeit sind Heimat- und Ortschroniken immer mehr in das Interesse der Bevölkerung gelangt. Dabei ist es gar nicht so wichtig, den zeitlichen Rahmen zu weit zurückzulegen, immer mehr in den Fokus rutschen die Geschehen der vergangenen 100 bis 120 Jahre – aus der jüngeren Zeit sind sogar meist noch Zeitzeugen vorhanden.

In Oldendorf hat sich Christel Piehl diese Aufgabe in enger Zusammenarbeit mit dem Grenzbeziehungs- und Heimatverein gestellt und betreut mit ihrem Team eine Internetseite. Darüber hinaus ist geplant, eine Oldendorfer Chronik zu erstellen. Es wurden bereits viele Stunden an Vorleistung erbracht. „Wir sind auf eine sehr interessante alte, in deutscher Schrift, handschriftlich erstellte Chronik gestoßen. Diese Chronik wurde seinerzeit vom Chor- und Schulleiter Julius Wallis für den Gesangverein Oldendorf verfasst – sie ist von 1919 datiert“, so Piehl.

Lehrer Wallis gab über Jahrzehnte für das gesamte kulturelle Dorfleben den Ton an. Er kam 1919 als Junglehrer nach Oldendorf und war hier bis 1959 als Schulleiter tätig. Er hatte sich der Musik verschrieben – diese begleitete ihn auch ein Leben lang. So förderte er nicht nur die Schulchöre, sondern stellte sich von März 1919 bis Januar 1966 dem Männergesangverein Oldendorf und dem Frauenchor als Chorleiter zur Verfügung. In dieser Zeit erstellte er die Chronikhefte des Vereinslebens, welche Christel Piehl zur Verfügung gestellt wurden.

Neben der Chronik der Gesangsvereine soll es aber noch eine in gleicher Weise erstellte Schulchronik geben. „Trotz intensiver Nachforschungen konnten wir diese bisher aber nicht finden“. Die Frage: „Wer weiß etwas über den Verbleib dieser Schulchronik und kann uns da weiter helfen“, so Christel Piehl. Aber auch andere alte Bilder und Dokumente werden weiterhin von Piehl und dem Team gesucht. Am Anfang stand nur die Idee, „Altes“ für den Ort Oldendorf zu erhalten und alte Oldendorfer Geschichten zu sammeln.

Mittlerweile ist eine ganze Menge an Material zusammengekommen, so dass man sich entschloss, sie in einer Chronik für Oldendorf zusammenzufassen. Um auch die jüngeren Einwohner von Oldendorf für die geschichtliche Entwicklung ihres Ortes zu interessieren, aber auch um über die Arbeit des Grenzbeziehungs- und Heimatvereins zu berichten, entstand nun unter www.oldendorf-im-saaletal.de eine eigene Homepage. „Wenn wir Ihr Interesse geweckt haben, können Sie sich unter der Telefonnummer 05153/7609 melden oder über die Homepage Kontakt aufnehmen. Insbesondere wird noch jemand gesucht, der die handschriftliche deutsche Sprache lesen und dann schriftlich festhalten könnte“, erläutert Christel Piehl. gs

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