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Zwei bemerkenswerte Dokumentarfilme

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Stehen Rede und Antwort: Richard Engel und Petra Kelling-Engel.
Stehen Rede und Antwort: Richard Engel und Petra Kelling-Engel. © Jonathan Engel

Northeim – An den „Gundermann Kulturtagen – Innerdeutsche Begegnungen Northeim 2022“ beteiligt sich das Northeimer Kino „Neue Schauburg“ mit zwei bemerkenswerten Dokumentarfilmen des Regisseurs Richard Engel. Der Film „Gundi Gundermann“ von 1982 zeigt den baggerfahrenden Liedermacher und Rocksänger in der DDR-Realität. Die Auftraggeber der DDR-Fernsehproduktion versprachen sich das Porträt eines Werktätigen mit musischen Talenten, doch Richard Engel hatte damals schon ein Gespür dafür, dass hinter der Geschichte mehr stecken könnte. Da der Film auch Botschaften enthielt, die die Offiziellen nicht begeisterten, gab es vor der Ausstrahlung längere interne Auseinandersetzungen. Im Film „Ende der Eisenzeit“ von 1998 war Gundermann in der Realität des neuen, wiedervereinigten Deutschlands aufgeschlagen. Tragisch, dass er während der Dreharbeiten starb. So beginnt der Film mit seiner Beerdigung, thematisiert seine Stasi-Schuld, die Heimatzerstörung, den Niedergang des Tagebaus, Gundis Arbeitslosigkeit und die aussichtslose Umschulung zum Tischler.

Ohne die sehenswerten Basis-Filme von Richard Engel wären der große „Gundermann“-Film von Andreas Dresen und der Grimmepreis nominierte Dokumentarfilm „Gundermann Revier“ von Grit Lemke kaum denkbar. Regisseur Richard Engel, seine Ehefrau Petra Kelling-Engel und mehrere Gundermann-Freunde aus Berlin und Halle werden am Sonntag, 24. April, ab 11 Uhr in der „Neuen Schauburg“ in Northeim anwesend sein und für Gespräche zur Verfügung stehen. Tickets gibt es an der Tageskasse für 10 Euro, ermäßigt kosten sie 5 Euro. Veranstalter ist der Förderverein Stadthalle Northeim e.V., weitere Informationen gibt es im Internet unter www.gundermann-kulturtage-northeim.de.

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