Worpsweder Kunstwerk hängt ab sofort im Erdgeschoss der Verwaltung

Von den BBS ins Rathaus

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Worpsweder Kunstwerk im Rathaus: Zu sehen ist im Mittelteil die Stadt Northeim, von Süden aus betrachtet, mit den Teichen der ehemaligen Stadtbefestigung, Teilen der Stadtmauer mit dem Roden Bollwerk sowie der St. Sixti-Kirche, der Alten Wache, dem St. Blasien-Komplex, dem Heimatmuseum im ehemaligen St. Spiritus Hospital und der katholischen Kirche. Rechts im Hintergrund findet sich auf dem Berg die Katlenburg und rechts dahinter der Denkershäuser See. Links im Hintergrund ist die Stadt Einbeck erkennbar, mit Stadtmauer, Storchenturm, Alexandri-Kirche und dem Alten Rathaus.

Northeim – Ein vom Worpsweder Kunsttischlermeister Hans-Georg Müller 1980 geschaffenes Holzrelief aus Eiche, das das Zentrum Northeims zeigt, ist dank der Initiative des Northeimer Stadtarchivars Dr. Stefan Teuber ab sofort im Erdgeschoss des Rathauses zu sehen.

Fünf Personen waren nötig, um das fünf Meter breite und 2,75 Meter hohe Relief abzumontieren und im Northeimer Rathaus wieder zusammenzufügen. Die Technischen Dienste der Stadt Northeim haben die Arbeiten ohne Beschädigungen am Kunstwerk, vom dem es keinen Montageplan gab, hervorragend bewältigt. Das Relief wurde ursprünglich für die Verwaltungsschule in Northeim geschaffen. Nach dem Umbau der Verwaltungsschule im Jahr 2002 wurde das Relief abmontiert und in acht, vom Künstler so vorgesehene Teilstücke zerlegt, wodurch das Relief erst transportabel ist. In demselben Jahr wurde das Holzrelief auf Betreiben von Erich Kalscheuer von einer BGJ-Holztechnik-Klasse der Berufsbildenden Schule II in Northeim in der Eingangshalle derselben Schule wieder installiert und speziell ausgeleuchtet. Kalscheuer hat außerdem im Oktober 2002 das daneben angebrachte Beschreibungsschildchen angefertigt, das heute beinahe die einzige Informationsquelle zum Relief darstellt. Die in diesem Jahr durch­geführten Umbauarbeiten in den Berufsbildenden Schulen II machten eine weitere Verwendung des großen Reliefs als Blickfang dort nicht möglich. Auf Nachfrage beim Stadtarchivar Dr. Teuber waren Northeims Bürgermeister Simon Hartmann und Bauamtsleiter Frederik Backhaus gerne bereit, das Kunstwerk vom Landkreis Northeim zu übernehmen und für die Öffentlichkeit zugänglich zu erhalten.

Hergestellt wurde das Kunstwerk in Worpswede vom Kunsttischlermeister Hans-Georg Müller (geboren 1924), Sohn des Kunstgewerblers und Architekten Walter Müller und der Kunstgewerblerin Bettina Vogeler. Er ist der Enkel des Bremer Malers und Designers Heinrich Vogeler, dem Mitbegründer der Worpsweder Künstlerkolonie. Hans-Georg Müller machte sich zunächst mit einer Raumwerkstatt, später einer Tischlerwerkstatt in Worpswede selbständig. Besonders bekannt wurde er durch seine großformatigen Intarsien- Bilder (u.a. Landschaften und Stadtansichten), die in verschiedenen Rathäusern und öffentlichen Gebäuden Norddeutschlands installiert sind. Hans-Georg Müller zählt zur dritten Generation der Worpsweder Künstlerkolonie.

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