Entwurfsplanung vorgestellt / Bauausschuss vertagt Entscheidung

Wie wird der Sportcampus?

Nordansicht Schuhwallhalle
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Nordansicht: So soll die neue Schuhwallhalle auf dem Sportcampus werden.

Northeim – Die Planungen für den neuen Sportcampus am Schuhwall wurden jetzt den Ausschüssen für Jugend, Sport und Soziales sowie für Planen, Bauen und Umwelt von den Büros Eling Architekten und Greenbox vorgestellt. Der Entwurf der beiden Büros hatte sich im Oktober 2019 in einem eigens für die neue Schuhwallhalle samt Außenanlagen durchgeführten Wettbewerb als Sieger durchgesetzt.

Doch lediglich die Mitglieder des Ausschusses Jugend, Sport und Soziales konnten sich überhaupt zu einer Entscheidung durchringen. Mit vier Jastimmen und zwei Enthaltungen stimmten sie für den Einstieg in die weiteren Planungsphasen. Der Bauausschuss fühlte sich, wie so oft, noch nicht umfassend genug informiert und vertagte einstimmig die Entscheidung – dabei wird über den Neubau der Schuhwallhalle inklusive Außenanlagen bereits seit Jahren diskutiert. Das größte Problem war auch am Donnerstagabend erneut die Skateranlage. „Die Planung ist ungenügend“, monierte Eckhardt Ilsemann (FDP) und befürchtet, dass das Geld rausgeschmissen würde, da die Anlage eine Lärmschutzwand – diese ist nunmal rechtlich erforderlich – erhalten soll, was potenzielle Nutzer abschrecken würde. Zudem kritisierte er die Kostenaufstellung als nicht detailliert genug und beschwerte sich, dass „alle wichtigen Angaben fehlen“. Dabei griff er Christian Eling, Architekt des Architekturbüros Eling, auch persönlich an und unterstellte ihm Intransparenz und Inkompetenz. Die FDP lies sich allerdings auch nicht von Bauamtsleiter Frederick Backhaus beschwichtigen. „Wir haben vorher alles geprüft, alle DINs und das Baurecht sind eingehalten“, betont er. Ilsemanns Parteikollege Irnfried Rabe glaubt dieser Aussage aber nicht: „Ich habe kein Vertrauen, wenn einfach gesagt wird, das etwas geprüft wurde, ich will Details in der Vorlage sehen.“ 
Der Antrag Armin Töpperwiens (FUL), den Beschluss zu vertagen, kam vor allem bei Bürgermeister Simon Hartmann nicht gut an: „Wir vertagen zu oft, das ist ein fatales Signal an die Bevölkerung.“ Kerstin Lorentsen (CDU), Vorsitzende des Sportausschusses, stimmte dem zwar grundsätzlich zu, gab aber auch zu bedenken, dass es schlussendlich um fast 17 Millionen Euro geht. Eine Entscheidung des Bauausschusses kann somit frühestens am 14. September, eine Entscheidung des Rats sowieso erst am 7. Oktober erwartet werden. 

Die Planungen

Die Entwurfsplanung umfasst unter anderem eine Dreifeldsporthalle mit festen und mobilen Tribüne für den Schul- und Vereinssport, zwei Gymnastikhallen, die bei Bedarf zu einer Halle vereinbar sind, Außensportgeräte für verschiedene Altersgruppen, Boulderblöcke, eine Skater­anlage sowie einen Multifunktionsplatz. Die Kosten sind mit rund 16,95 Millionen Euro veranschlagt. Fördergelder in Höhe von rund 2,3 Millionen Euro hat die Stadt bereits sicher. Auch der Landkreis Northeim hat eine finanzielle Beteiligung zugesichert. Über die genaue Höhe wird noch verhandelt.

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