Douglasien und Lärchen aus dem Northeimer Stadtwald erfolgreich verkauft

Wertholz für Dänemark

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Zwei prächtige Lärchenstämme (Foto unten), die mit 286 Euro pro Festmeter gute Preise bei der Submission erzielten: Förster Siegfried Arndt zeigt den guten Wuchs mit engen Jahresringen.

NORTHEIM/VOGELBECK (rgy) – Noch liegen die großen Baumstämme in Reih und Glied auf dem Wertholzplatz in Vogelbeck und warten auf den Abtransport. Darunter auch Lärchen und Douglasien aus dem Northeimer Stadtwald, die Stadtförster Siegfried Arndt zuvor für die Submission ausgewählt hat. „Alle Stämme sind gut verkauft worden“, freut er sich. Das Geld, das mit dem Verkauf erwirtschaftet wurde, fließt wieder zurück in den Wald, ein Teil auch in die Stadtkasse.

Mit sieben Nadelholzlosen hatte sich das Forstamt Moringen, das auch den Northeimer Stadtwald betreut, in die Submission der Werthölzer am 14. Januar eingebracht. Die Stämme wurden von Arndt bereits im Herbst ausgewählt, im November eingeschlagen und dann zum Wertholzplatz nach Vogelbeck transportiert, wo die Interessenten die Stämme begutachten konnten, bevor sie ihr Gebot abgegeben haben. Aus dem Northeimer Forst wurden in diesem Jahr nur Lärchen und Douglasien angeboten. Aus anderen Wäldern waren auch Hölzer wie Eiche, Esche, Bergahorn und Kirsche im Losverzeichnis aufgeführt. Wegen der hohen Nachfrage an Rothölzern wurde in diesem Jahr das Angebot an Lärche und Douglasie bei der Submission insgesamt um mehr als das Doppelte erhöht. Und beide Holzarten wurden auch höher beboten. Lärche hat einen Durchschnittspreis von 204 Euro pro Festmeter (im Vorjahr 150 Euro/Festmeter) und Douglasie von 180 Euro pro Festmeter (Vorjahr 168 Euro pro Festmeter) erzielt. So konnte sich am Ende der Submission auch Arndt über sehr gute Einnahmen beim Stadtwaldholz freuen. Die 117 Jahre alten Douglasien und die rund 150 Jahre alten Lärchen erzielten einen Erlös von rund 32.700 Euro. Verkauft wurden 46 Stämme mit insgesamt 253 Festmetern.

Die Northeimer Douglasien hat ein dänischer Bieter erworben, die Lärchen gehen an einen deutschen Käufer. Das Rotholz eignet sich unter anderem für Landdielen und Vertäfelungen. Aufgrund der guten Ergebnisse plant Arndt, auch im kommenden Jahr wieder Stämme aus dem Stadtwald bei der Submission anzubieten. „Wir machen aber keinen Kahlschlag, sondern wählen nur Einzelstämme aus“, betont er. Der Wald wird nachhaltig bewirtschaftet, erinnert Arndt. Wenn Bäume für die Submission herausgenommen würden, entstünde dort Platz für jüngere.

Der Holzhandel sei aber auch ein Wirtschaftsfaktor, der dem Wald zugutekommt. Die Erlöse der Submission würden unter anderem für Landschafts- und Naturschutz, für Wegebau und den Mittelwald eingesetzt. Ein Teil der Erlöse fließt auch noch in die Stadtkasse, betont der Förster.

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