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Weg frei für Teilverkauf

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Von: Janina Watermann

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Mühlenanger abgestecktes Teilstück Alexander Hartmann
Ein 35 Meter breiter Teil des Mühlenangers wird an die SWN verkauft. Alexander Hartmann hatte schon 2019 ein 40 Meter breites Teilstück (so der damalige Wunsch der SWN) abgesteckt, um die Dimension sichtbar zu machen. © Janina Watermann/Archiv

Northeim – Mit fünf Gegenstimmen von AfD, FUL und Linke stimmte der Rat der Stadt Northeim kürzlich dem Verkauf eines 35 Meter breiten Streifens mit großer Mehrheit zu. Vorab gab es, wie schon vor einigen Jahren, emotionale Diskussionen um den möglichen Verkauf.

Insbesondere Alexander Hartmann (FDP) setzte sich für den Erhalt des Festplatzes in seiner jetzigen Form ein, initiierte bei der ersten Diskussion um einen möglichen Verkauf 2019, damals noch nicht im Stadtrat sitzend, eine Bürgerinitiative. „Ich verstehe nicht, warum es keine Bürgerbeteiligung mehr gibt, sondern der Antrag auf Biegen und Brechen durchkommen soll“, echauffierte sich Hartmann. Die damals von der Stadt organisierten Workshops zum Mühlenanger seien nicht weiter fortgeführt werden, moniert er, betont aber auch, dass er einem guten Kompromiss zustimmen könnte. Bürgermeister Simon Hartmann entgegnete, dass sich an der damals öffentlichen Diskussion und Ideensammlung zur Gestaltung des Mühlenangers nur wenige Bürger beteiligt hatten. Und auch bei der Online-Umfrage hätte es nur wenige Rückmeldungen gegeben. „Diese waren etwa Hälfte Hälfte für beziehungsweise gegen einen Teilverkauf“, rief er in Erinnerung. 
Dass mit einem Teilverkauf auch rund 90 Parkplätze weniger für Innenstadtpendler sowie Veranstaltungen in der Innenstadt und auch auf der Waldbühne (der Mühlenanger wird dabei als P+R-Platz genutzt) zur Verfügung stehen, bereitete nahezu allen Fraktionen besonders angesichts der Wiederbelebung der Waldbühne Bauchschmerzen.  Marcus Krohn (Grüne) regte deshalb an, dass die SWN P+R-Parkplätze bei großen Veranstaltungen zur Verfügungen stellen. Diesen Vorschlag nahmen Eckhardt Ilsemann (FDP) und Heiner Hegeler (CDU) auf, um einen Kompromiss zu finden. Insbesondere die großzügige Lkw-Zufahrt vom Schützenring aus, ist Ilsemann ein Dorn im Auge. „Diese müsste mit einer Baulast belastet werden und darf nicht umzäunt werden“, regte er an, so Parkplätze für Veranstaltungen generieren zu können. Hegeler griff die Anregung auf und ergänzte, dass auch die restliche Fläche im Süden des insgesamt rund 5.829 Quadratmeter großen Areals mit einer Baulast zu belasten, um Parkflächen für Veranstaltungen auf der Walbühne zur Verfügung zu stellen. Der Kompromiss wurde schließlich mit großer Mehrheit angenommen. Die SWN können somit die Fläche zum Preis von 206.142 Euro kaufen, um unter anderem ein neues Kundenzentrum und Einstellplätze für Dienstfahrzeuge realisieren zu können. 

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