Northeimer Stadtrat beschließt Details zur Neugestaltung des Münsterplatzes

Wasserspiel und Naturstein

Entwurf TGP Münsterplatz
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So soll der neue Münsterplatz aussehen: Der Rat hat nun Details zur Neugestaltung beschlossen.

Northeim – Wie genau der Münsterplatz umgestaltet werden soll, darüber hat am Donnerstag der Stadtrat im Detail diskutiert. Beraten wurde unter anderem über das Pflaster, die Beleuchtung, das Wasserspiel, die Einbeziehung weiterer Flächen in die Sanierung und die Versetzung des Bürgerbrunnens.

Das neue Pflaster soll, so der mehrheitliche Beschluss des Rats (17 Ja-, acht Neinstimmen, fünf Enthaltungen), ein Natursteinpflaster aus portugiesischem Granit und Grauwacke in hellen Brauntönen sein. Alternativ waren grauer Naturstein und günstigeres Betonwerksteinpflaster vom Planungsbüro TGP Landschaftsarchitekten vorgeschlagen worden. Das Wasserspiel soll aus Schrägstrahlfontänen und Nebeleffektdüsen bestehen, so die mehrheitliche Meinung der Ratsmitglieder (27 Ja- und drei Neinstimmen). Für Beleuchtung sorgen neben modernen Lichtmasten auch Wand- und Bodeneinbauleuchten. Zudem wird der Platz mit versenkbaren Energiestationen ausgestattet. Die große Kastanie in der Mitte des Münsterplatzes bleibt erhalten, die Winter­linden ringsherum müssen Perlschnur-, Honig- und Schnurbäumen weichen, die mit ihrer weniger starren Anordnung den Platz optisch auflockern und in die Innenstadt einbeziehen sollen. Unter den Bäumen gibt es dann neue, geschwungene Sitzelemente aus Holz. Die Betonblöcke, die bislang die Grenze des Münsterplatzes darstellen, sollen verschwinden. Ferner sollen auch Spielgeräte, die optisch an das Mittelalter und so an die Entstehungszeit der Stadt erinnern sollen, auf dem Münsterplatz installiert werden. Das Heimatmuseum soll zudem nach der Neu­gestaltung einen barrierefreien Zugang aus Richtung der St.-Spiritus-Apotheke sowie einen Plattformlift am Gebäude direkt erhalten. Auch der Vorplatz des Standesamts wird neu gestaltet.
Mit rund zweieinhalb Jahren Bauzeit muss gerechnet werden. Der Rat hat ebenfalls bei drei Gegenstimmen und drei Enthaltungen beschlossen, dass die Straße „Am Münster“ bis zur Einmündung „Kurze Straße“ in die Sanierung mit einbezogen wird. Der Innenhof St. Blasiens ist hingegen nicht mehr Bestandteil der Sanierungsplanungen (einstimmiger Beschluss). Der Bürgerbrunnen soll am Kirchplatz einen neuen Standort finden.
Die Kosten belaufen sich voraussichtlich auf mindestens 4,75 Millionen Euro, Bau­nebenkosten noch nicht eingerechnet. Rund zwei Drittel der Kosten sollen aus dem Stadtsanierungsprogramm gefördert werden.  

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