Neujahrsempfang der Kreis-Sparkasse Northeim / Wirtschaftswachstum von 1,5 Prozent möglich

Versöhnlich ins neue Jahr

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Beliebter Neujahrsempfang in Northeim: Die Gäste der KSN haben bei dem einen oder anderen Häppchen Zeit für anregende Gespräche.

NORTHEIM – Zu ihrem Neujahrsempfang lud die Kreis-Sparkasse Northeim in ihre Hauptgeschäftsstelle am Münster ein. Vor rund 650 Gästen aus Politik, Wirtschaft und Kultur, darunter die Bürgermeister zahlreicher Kommunen sowie die Bundestagsabgeordneten Dr. Roy Kühne und Dr. Wilhelm Priesmeier, präsentierte Sparkassendirektor Guido Mönnecke die Zahlen des vergangenen Jahres.

„Die Sparkassen haben die Aufgabe, den Sparsinn in der Bevölkerung zu wecken und zu fördern. Sie geben Gelegenheit, Ersparnisse und andere Gelder verzinslich anzulegen und dienen der örtlichen Kreditversorgung unter besonderer Berücksichtigung des Mittelstandes und der wirtschaftlich schwächeren Bevölkerungskreise“, zitierte Mönnecke zu Beginn seiner Rede einen ehemaligen Auszug aus dem Niedersächsischen Sparkassengesetz. Dieser Auftrag bestimme bis heute die nachhaltige Geschäftspolitik und das praktische Handeln der KSN vor Ort. Trotz historisch niedrigem Zinsniveaus legten die Deutschen im Jahr 2014 erneut rund 160 Milliarden Euro auf die hohe Kante. Insgesamt betrug das Vermögen der privaten deutschen Haushalte Ende 2014 etwa 5,4 Billionen Euro. Heutzutage könne Sparen mancherorts für die Kunden allerdings teuer werden, kritisierte der Sparkassendirektor: „Nun ist der Tag da, an dem Banken und Sparkassen auf Sparguthaben keine Zinsen mehr zahlen und vielleicht kommt im Frühjahr der Tag, an dem Sparkassen und Banken einen Teil des angelegten Geldes als Negativzins kassieren werden.“ Mario Draghi, Präsident der EZB, hat 2014 den Null- und den Negativzins in die Welt gesetzt. Zurzeit gebe es keinen Grund zu der Annahme, dass der Trend der Niedrigzinsen in näherer Zukunft unterbrochen werden könnte.

Dennoch sei das Jahresende für die deutschen Sparer trotz wirtschaftlicher und politischer Krisen versöhnlich gewesen. Und auch für 2015 seien die Prognosen nicht schlecht. Wegen der gesunkenen Ölpreise geht Bundesbankpräsident Jens Weidmann von einem zusätzlichen Wirtschaftswachstum um 0,3 bis 0,4 Prozentpunkte aus. Das Ifo-Institut traut der deutschen Wirtschaft im kommenden Jahr 1,5 Prozent Wachstum zu.

Bilanz der KSN 

Die KSN konnte ihre Bilanzsumme um 3,6 Prozent auf 1,235 Milliarden Euro erhöhen. Der Bestand der Kundenforderungen erreichte im abgelaufenen Jahr 933 Millionen Euro – eine Steigerung von fünf Prozent. Getragen wurde diese Entwicklung erneut vor allem vom Firmenkundengeschäft mit einem Wachstum von 9,2 Prozent. Aber auch im Bereich der privaten Wohnungsfinanzierung konnte die KSN einen Zuwachs von fast vier Prozent erreichen. 2014 wurden zudem 2.100 neue Darlehnsvereinbarungen mit einem Volumen von rund 178 Millionen Euro geschlossen. Die Kundenanlagen inklusive verwahrter Wertpapiere und Investmentfonds weitete die KSN um gut zwei Prozent auf 1,1 Milliarden Euro aus. Für das Jahr 2014 wird die KSN voraussichtlich zwei Millionen Euro Körperschaftssteuer und an die örtliche Kommune circa 1,7 Millionen Euro Gewerbesteuer überweisen. An ihre 348 Mitarbeiter zahlte sie im abgelaufenen Jahr Gehälter in Höhe von 12,8 Millionen Euro und führte über 2,6 Millionen Euro Lohnsteuer an die Staatskasse ab.

„Nur durch das gemeinschaftliche und partnerschaftliche Miteinander und das gegenseitige Vertrauen ist dieser Erfolg möglich. Dafür möchte ich mich bei Ihnen ganz herzlich bedanken“, betonte Mönnecke, der zudem auf das soziale Engagement der KSN in der Region hinwies.

Neujahrsempfang der Kreis-Sparkasse Northeim

Neujahrsempfang der Kreis-Sparkasse Northeim

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