Northeim wartet auf positiven Förderbescheid des Bundes für das Städtebauförderprogramm

Startschuss verzögert sich

Weniger Leerstand, mehr Attraktivität: Mit 24 Millionen Euro Fördermitteln soll die Innenstadt auf Vordermann gebracht werden – wenn der Bund sein Okay gibt. Foto: Wa termann / Archiv

NORTHEIM (wat) - Mit rund 810.000 Euro kann die Stadt Northeim aus dem Städtebauförderprogramm für aktive Stadt- und Ortsteilzentren für 2017 rechnen. Doch da der Bund, der sich zu gleichen Teilen wie das Land Niedersachsen und die Stadt an der Förderung beteiligt, frühestens im Herbst die Förderung bewilligt, kann Northeim das Geld in diesem Jahr noch nicht verwenden.

„Die formalen Kriterien haben wir scheinbar erfüllt“, sagt Bürgermeister Hans-Erich Tannhäuser und rechnet fest damit, dass der Bund ebenfalls grünes Licht gibt. Dann könne im kommenden Jahr in die genaueren Planungen eingestiegen werden. Bisher laufen vorbereitende Arbeiten, wie die Erstellung von verschiedenen Gutachten, berichtet Bauamtsleiter Lars Bredemeier. Vor allem das Leerstandsmanagement sei enorm wichtig, betont er. Ideen, wie dem entgegen­gewirkt werden kann, wurden bereits gesammelt und werden in der kommenden PBU-Sitzung am 6. Juni präsentiert. Was genau sich in der Innenstadt verändern oder verbessern soll, steht abschließend noch nicht fest. Stadtplaner sollen die Ideen dazu liefern. „Die Bürger sollen aber in die Entscheidungen einbezogen werden“, erklärt Tannhäuser. Der Beschluss über Maßnahmen obliegt letztlich dem Rat. Auch eine mögliche Teilöffnung der Fußgängerzone sei für den Bürgermeister noch nicht vom Tisch. Definitiv fest steht jedoch, dass mit den insgesamt rund 24 Millionen Euro, die die Stadt in den kommenden zwölf Jahren für bauliche Maßnahmen in der Innenstadt zur Verfügung hat, keine neue Pflasterung erfolgt. Laut Bewilligungsbescheid des Landes sei es noch in einem guten Zustand. „Und ob es dies­bezüglich andere Fördermöglichkeiten gibt, wissen wir nicht, denn um das zu eruieren, fehlen uns die personellen Ressourcen“, begründet Bredemeier. Sobald der Bund sein Okay für die Städtebauförderung gibt, soll die Ausschreibung für den Sanierungsträger erfolgen, danach könne es dann losgehen. Die Stadt sucht jedoch auch noch nach Hausbesitzern, die mit privaten Baumaßnahmen in die Attraktivitätssteigerung investieren möchten. Die Resonanz ist bislang sehr gering. Wer sich informieren möchte, kann sich an Christian Gebehenne von der Stadtplanung unter Telefon 05551/966334 oder per E-Mail an gebehenne@northeim.de wenden.

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