Stadtstolz entwickeln

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Möchten Northeims Innenstadt mit Leben füllen (hinten von links): Bauamtsleiter Lars Bredemeier und Citymanager Alexander Rudnick sowie Vertreter der Standortgemeinschaft (vorne von links): Christine Rammelt, Helga Huber-Beil, Reiner Temme und Ulf Ohlmer.

NORTHEIM Wie sich die Innenstadt Northeims in Zukunft langfristig positiv entwickeln kann, darum kümmert sich das von der Stadt beauftragte Citymanagement Alexander Rudnick Consultants. Unter anderem hat Rudnick rund 50 der 300 Eigentümer von Immobilien an einen Tisch bekommen, um sie am Prozess zu beteiligen.

Drei Treffen gab es inzwischen von der so genannten Standortgemeinschaft, jetzt liegen erste Ideen auf dem Tisch. Das erste Treffen mit rund 25 Eigentümern und lokalen Akteuren fand bereits im Oktober statt, es folgten zwei weitere bei denen Maßnahmenvorschläge gesammelt und schließlich zu vier konkreten Projektideen zusammengeführt wurden, denen sich die Gemeinschaft in Zukunft widmen will. Im ersten Schritt ist geplant, ein Entwicklungs- und Strukturkonzept in Auftrag zu geben. Damit zunächst klar wird, welche Kapazitäten die Innenstadt hat. „Es nützt nichts, zu fordern, dass man alle Geschäfte wieder mit Leben füllen will, wenn der Bedarf gar nicht gegeben ist. Gleiches gilt für die Umwandlung von Ladenflächen in Wohnraum“, erklärt Rudnick die Bedeutung, eine zunächst theoretische Grundlage zu schaffen. Im zweiten Projekt würde es praktischer, dann ginge es um die gezielte Ansiedlung zum Beispiel von einer attraktiven Abendgastronomie sowie von „Zugpferden aus der Region“, dabei sei angedacht, regionale Erzeuger für die Innenstadt zu gewinnen. Die Projektideen Entwicklung von Marketing- und Imagemaßnahmen sowie die Umwandlung von Gewerbe in Wohnen werde dann im Laufe der kommenden zwei Jahre weiterverfolgt. „Erst muss das Produkt stimmen, bevor man es positiv vermarkten kann“, führt er an. Bauamtsleiter Lars Bredemeier zeigt sich optimistisch, dass mit dem gemeinsamen Engagement die Negativspirale, in der sich die Stadt befindet, durchbrochen werden kann. Dieser Hoffnung schlossen sich auch die Eigentümer an, die wie Christine Rammelt und Helga Huber-Beil als Besitzer von Eigentumswohnungen oder Reiner Temme und Ulf Ohlmer als Besitzer von Gewerbeimmobilien auch daran interessiert sind, die Innenstadt mit Engagement wieder voranzubringen und somit auch den Wertverlust der Gebäude zu stoppen. (rgy)

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