So generierte liquide Mittel fließen in Erhalt der Stadt- und der Schuhwallhalle

Stadt kauft Rathaus

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Unter Dach und Fach: Die Stadt Northeim erwirbt für etwa 4,4 Millionen Euro das Rathaus, um damit die Stadthalle und die Schuhwallhalle zu erhalten.

NORTHEIM (wat) – Mehrheitlich beschlossen hat am Donnerstagabend der Rat der Stadt Northeim den Kauf des Rathauses am Scharnhorstplatz. Lediglich die FDP-Fraktion stimmte gegen den Kauf des 7.000 Quadratmeter großen Objektes.

Rund 4,4 Millionen Euro nimmt die Stadt dafür in die Hand. Das Rathaus ist derzeit nur angemietet, wird aber nun von der IDB & Co. Objekt Rathaus Northeim KG (Kreis-Sparkasse Northeim) erworben. Die damit generierten liquiden Mittel in Höhe von rund 250.000 Euro pro Jahr sollen zum Weiterbetrieb der Stadthalle und der Sporthalle am Schuhwall genutzt werden (HALLO berichtete). Im Finanzhaushalt wurden die vorgesehenen Kreditaufnahmen dementsprechend von 1,4 Millionen Euro auf rund 5,9 Millionen Euro erhöht. Für Brandschutzmaßnahmen in der Stadthalle plant die Stadt etwa 400.000 Euro ein. Des Weiteren wurde der Zukunftsvertrag, den die Stadt Northeim seit 2011 zur schnelleren Entschuldung mit dem Land Niedersachsen hat, dahingehend geändert, dass ein Weiterbetrieb der Stadt- und der Schuhwallhalle seitens der Stadt möglich ist, wenn die für den Betrieb nötigen finanziellen Mittel kompensiert werden können.

„Der Rathauskauf ist die beste und zurzeit wirtschaftlichste Variante, um die Stadthalle und die Schuhwallhalle weiter zu betreiben“, betont CDU-Fraktionsvorsitzender Christian Binnewies. Auch Berthold Ernst, Fraktionschef der SPD, sprach sich klar für den Kauf aus: „Ohne einen kulturellen Mittelpunkt wie die Stadthalle wird Northeim noch provinzieller.“ Gegen den Kauf und für einen Neubau in der Innenstadt plädierte die FDP. „Das jetzige Gebäude ist für die Verwaltung viel zu groß und der energetische Verbrauch zu hoch“, argumentierte Fraktionsvorsitzender Eckhard Ilsemann. Zudem würde mit einem Neubau mehr Kaufkraft und Leben in die Innenstadt kommen. Ähnlich sieht es unter anderem auch Heiner Hegeler (CDU), der dennoch für den Kauf stimmte, „weil es die einzige Möglichkeit ist, um die Stadthalle und die Schuhwallhalle zu erhalten“. Lobende Worte richtete Grünen-Fraktionsvorsitzende Karen Pollok an Rat, Verwaltung, Landkreis und die KSN: „Ich habe noch nie einen so schnellen Beschluss erlebt, die Zusammenarbeit hat wirklich gut funktioniert.“

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