Innenraumsanierung von St. Sixti mit 100.000 Euro unterstützt

"Hier passiert was"

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KSN Vorstandsvorsitzende Ute Assmann (Mitte) nimmt mit KSN Marketingleiter Gernot Bollerhei (links) für die 100.000 Euro Spende der Kreissparkasse Northeim die Patenschaftsurkunde für den „Schlussstein mit Doppelblume mit Blütenelementen“ von Dr. Christian Steigertahl (von links), Hannelore Otte, Rudolf Grote, Meike Menkens und Birgit Möller-Kühn entgegen.

Northeim – Die Innenraumsanierung der St. Sixti Kirche in Northeim geht voran. Unter anderem mit einer Spende über 100.000 Euro der KSN werden in den kommenden Jahren viele wichtige Arbeiten vorgenommen.

Mit Abschluss der Sanierungsarbeiten an den nördlich gelegenen Fenstern wird bereits im Frühjahr mit der Fenstersanierung im Chor­bereich, im Osten der Kirche, begonnen werden. 2020 erfolgt dann die Erneuerung der Heizungsanlage, mit deren Fertigstellung auch die wertvollen, mittelalterlichen Nordfenster wieder eingebaut werden können. Erst im Jahr darauf werde mit den Arbeiten an der Hülle begonnen. Für diese und die Erneuerung der Elektrik gebe es aber noch keinen Kostenvoranschlag. „Wir sehen unsere Spende als Teil unseres öffentlichen Auftrags Kultur- und Gemeinschaftsprojekte zu unterstützen“, erklärt KSN- Vorstandsvorsitzende Ute Assmann. Dabei komme die Hilfe bei der Innenraumsanierung einer der größten Hallen­kirchen Südniedersachsens nicht nur den Menschen zugute, die dort Gottesdienste besuchen. Neben dem künstlerischen Wert, der in dem gut 500 Jahre alten Bauwerk steckt, habe die St. Sixti Kirche auch für die Musik­stiftung der KSN und als Aufführungsort von Konzerten eine große Bedeutung, wie Marketingleiter der KSN Gernot Bollerhei ergänzend ausführt. Positiv bewerten sie auch die deutliche Darstellung der bisherigen Sanierungsarbeiten mit großen Plakaten und Stellwänden an der Nordseite der Kirche. „Es war uns wichtig zu zeigen: hier passiert etwas“, erklärt Meike Mertens, stellvertretende Vorsitzende des Kirchenvorstands. Kosten und Pläne

Die für das Frühjahr geplanten Arbeiten im Ostteil der Kirche, bei der die Fenster des Chores und der Kinderkirche erneuert werden, sind, nach Angaben des Sixti-Bauausschussvorsitzenden Dr. Christian Steigertahl, mit knapp über 480.000 Euro beziffert. Da es für den Einbau der Flächenheizung im folgenden Jahr noch keine exakte Planung besteht könne hier noch keine genaue Angabe für den Kostenrahmen gemacht werden. Bisher gehe man davon aus, dass die St. Sixti Kirche eine Flächenheizung, die auf den Boden aufgesetzt wird, erhält. Möglich sei es jedoch auch, dass der Boden auf­gerissen werde und die Heizung dort eingelassen. Diese Lösung solle jedoch vermieden werden. Da diesbezüglich aber noch keine Entscheidung gefallen sei, könnte der endgültige Preis nicht genannt werden. Der Förderverein Innenraumsanierung der St. Sixti Kirche gehe jedoch derzeit von circa 850.000 Euro aus. Der zusätzliche Preis, den die Gemeinde im Jahr 2020 zu zahlen hat, steht jedoch bereits fest: Aufgrund der umfassenden Bodenarbeiten werde die Kirche zum größten Teil nicht für öffentliche Veranstaltungen zur Ver­fügung stehen können. Als Ausweichort werde dann das gegenüberliegende Gemeindehaus verwendet. Möglicherweise könne der Ostteil der Kirche für die Zeit der Bau­arbeiten abgetrennt und so für bis zu 100 Besucher Veranstaltungen und Gottesdienste im Chorbereich veranstaltet werden, erklärt Steigertahl. Zur gleichen Zeit und aus gleicher Hand wie die Heizung soll auch die Überarbeitung der Elektrik der Kirche stattfinden. So wolle man Probleme bei Anschlussarbeiten vermeiden, erläutert Steigertahl. Den Abschluss soll die Innenraumsanierung 2021 mit der Überarbeitung des Mantels finden. Auch dabei sei noch kein genaues Konzept festgelegt worden, da die Kirche viele verschiedene Aspekte in sich vereine. Klar sei, dass nach dem Einbau der Heizung das triste Grau und der von den alten Heiz­körpern aufgewirbelte Staub von den Wänden weichen soll. Bei vorherigen Untersuchungen waren jedoch Malereien verschiedener Qualität aus unterschiedlichen Epochen zum Vorschein gekommen. Allerdings bevorzuge man derzeit eine schlichtere Gestaltung des Innenraums, wie Menkens erklärt. Denkbar sei es jedoch, Sichtfenster in die Bemalung einzufügen, die die verschiedenen Stile, die unter dem Anstrich verborgen sind, zu präsentieren. Da hierzu noch keine Entscheidung gefallen ist, können Kosten in diesem Punkt ebenfalls nur geschätzt werden. Die Gerüstaufstellung für Malerarbeiten allein war jedoch vor zwei Jahren mit circa 80.000 Euro kalkuliert worden.

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