SPD-Kandidat erreicht 57,1 Prozent bei Stichwahl zum Northeimer Bürgermeister

Hartmann zieht ins Rathaus

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Strahlende Gesichter bei der SPD nach der Bekanntgabe des Wahlergebnisses: Der neue Northeimer Bürgermeister Simon Hartmann (2. v. l.) nimmt Blumen vom SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Tobias Meinshausen (links) unter dem Applaus seiner Familie und Anhänger entgegen.

NORTHEIM Northeims neuer Bürgermeister heißt Simon Hartmann. Bei der Stichwahl am Sonntag konnte sich der SPD-Kandidat mit 57,1 Prozent der Stimmen gegen über dem Einzelbewerber Jörg Dodenhöft (42,9 Prozent) durchsetzen.

Wie schon beim ersten Wahlgang war die Wahlbeteiligung mit 41,7 Prozent sehr niedrig. Von den 23.946 Northeimer Wahlberechtigten stimmten 5.678 für Hartmann und 4.265 für Dodenhöft. 52 gaben einen ungültigen Wahlzettel ab. Als alle 29 Wahlbezirke um 18.37 Uhr ausgezählt waren, brandete Applaus in der SPD-Zentrale am Münster auf, mit Begeisterung feierten die Genossen ihren Wahlsieger und ein Anruf vom Ministerpräsidenten Stephan Weil ließ nicht lange auf sich warten. Noch bevor Hartmann seinen Unterstützern danken konnte, nahm er die Gratulation des Ministerpräsidenten entgegen. Hartmann dankte seinen Mitstreitern für den intensiven fünfmonatigen Wahlkampf, der sehr engagiert und hochprofessionell gelaufen sei. „Ich bin stolz auf das Ergebnis und hatte mit dieser Deutlichkeit nicht gerechnet“, freut sich der neu gewählte Bürgermeister Northeims, dass sein Wahlergebnis nicht dem negativen Bundestrend der SPD entspricht. Die Menschen in Northeim hätten gemerkt, dass sie ernstgenommen würden, nun gelte es, die Stadtgesellschaft zu integrieren und mit allen zusammenzuarbeiten. Sein Dank galt auch den Linken, die seine Kandidatur mit unterstützt hatten sowie Dietmar Weiß, der als FUL-Kandidat im ersten Wahlgang unterlegen war und nun auch Hartmanns Bestrebungen den Chefsessel im Northeimer Rathaus einzunehmen, unterstützt hatte. Doch Hartmann fand in seiner Rede auch Dankesworte für Dodenhöfts fairen Wahlkampf und bot ihm eine konstruktive Zusammenarbeit an. Am Montag führte Hartmanns Weg nochmal zu seiner Arbeitsstätte in Hannover. Am Donnerstag wird er voraussichtlich seinen neuen Arbeitsplatz im Northeimer Rathaus beziehen und abends im Stadtrat vereidigt. Auch die ehemalige Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (MdL) freute sich bei der Wahlparty über den Erfolg von Hartmann. „Das Ergebnis ist deutlich, die Northeimer haben gezeigt, wen sie haben wollen. Natürlich wird er in Hannover eine Lücke hinterlassen.“ Auch SPD-Fraktionsvorsitzender Berthold Ernst betonte, dass die Deutlichkeit des Wahlergebnisses sehr erfreulich gewesen sei. Für die gemeinsame Zusammenarbeit zwischen dem neuen Bürgermeister und dem Rat äußerte er sich sehr optimistisch. Dodenhöft zeigte sich am Ende des Abends als fairer Verlierer und gratulierte Hartmann zum Wahlerfolg. Er dankte seinen Wählern für das Vertrauen und seinem Team für die hervorragende Unterstützung im Wahlkampf. „Dem neuen Bürgermeister wünsche ich einen glückliche Hand beim Lenken der Geschicke“, sagt Dodenhöft, der am Montag wieder im Rathaus seine Arbeit aufgenommen hat. (rgy)

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