Launige Reden, deftiges Essen und so manch verbaler Seitenhieb

Schützen schmausen mit Humor

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Beglückwünschen sich zur Auszeichnung (von links): Getreuer Schützenbruder Werner Gronwald, Getreue Schützenschwester Bärbel Rebohl und Altermann Gustav Gremmel.

NORTHEIM (rgy) – Bis auf den letzten Platz war der Lux-Saalbau am Sonnabend gefüllt. Rund 400 Gäste waren der Einladung der Bürgerschützengesellschaft (BGS) zum Sebastiansschmaus gefolgt. In diesem Jahr lautete das Motto „Ein sicheres Auge, eine ruhige Hand und was Schützen noch so brauchen“.

Mit Spannung erwartet werden immer die unterhaltsame Festrede des BSG-Präsidenten Hans-Bernhard Heynold sowie die Ehrungen. Ausgezeichnet wurden Werner Gronwald vom Verein für Freihandschießen zum Getreuen Schützenbruder, Bärbel Rebohl vom Damenschießsportverein zur Getreuen Schützenschwester und Gustav Gremmel vom Schützenverein von 1910 zum Altermann.

Heynold brachte in seiner Rede wie auch schon zuvor der Ehrenvorsitzende der Northeimer Freihandschützen Walter Bühnemann die lokalpolitischen Ereignisse des Jahres humorvoll auf den Punkt. Heynold betonte, dass die Gründung von Bürgerinitiativen und Selbsthilfegruppen nicht helfen würden herauszufinden, was Schützen bräuchten. Erinnerte aber die Vorstände der in der BSG vereinigten Schützenvereine daran, dass die Weichen für die angestrebte Fusion im März jetzt gestellt werden müssen.

Bühnemann empfahl der Stadt, das Rathaus zum Altenheim umzufunktionieren und die FDP als „Gelbe Herren“ – analog der „Grünen Damen“ im Krankenhaus – dem Bürgermeister zur Seite zu stellen. Bürgermeister Hans-Erich Tannhäuser hatte in seiner Ansprache die für ihn zu ruhige Hand des Stadtrates kritisiert, sein Verhältnis zum Stadtrat mit dem Film „Ein Käfig voller Narren“ verglichen und vor „High Noon“ in der Fußgängerzone gewarnt, ebenso wie vor der Gründung einer No-No-Entscheidungsgruppe, stattdessen favorisiere er „No risk no fun“.

Stadthauptmann Else Heidelberg schilderte humorvoll das Aufeinandertreffen eines jungen Counterstrike-Spielers mit einem älteren Schützenbruder. Außerdem ließ sie es sich als CDU-Ratsfrau nicht nehmen, dem Bürgermeister mit dem Ausspruch „Ist der Zirkus noch so klein, ein August muss dabei sein“ zu kontern.

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