Schüler der Schule im Kirchtal nutzen Angebot der Schach-AG sehr gern

„Bewegter Kopf“

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Sind sich einig, dass Schach „cool“ ist: Die Schüler der Schule im Kirchtal schätzen vor allem das Denken und Kombinieren an dem Königsspiel.

LANGENHOLTENSEN (wat) – Während ihre Klassenkameraden sich bei Bewegungs-AGs austoben oder kreative Angebote des Ganztagsangebotes nutzen, sitzen zehn Schüler der Schule im Kirchtal in Langenholtensen konzentriert an ihren Tischen und sind ins Denken vertieft. Sie nehmen an der Schach-AG teil, ein eher ungewöhnliches Angebot an einer Grundschule.

Die Schule im Kirchtal bietet Schach bereits seit einigen Jahren als AG an. „Schach schult die kognitiven Fähigkeiten, das vernetzte Denken und die Konzentration der Schüler“, beschreibt Schulleiter Thomas Bader die Vorzüge. Bei dem Königsspiel müsse auf den Gegner eingegangen werden, die Schüler müssen schnell reagieren und Kombinationen entwickeln. „Das brauchen wir alles in der Schule und im Leben“, betont Bader, der es begrüßt, dass so viele Teilnehmer auf spielerische Weise ihren Intellekt schulen. Leiter der AG ist Hans-Joachim Rodemann, der die Schüler im dritten Halbjahr betreut. „Es macht viel Spaß, auch wenn hier keiner gegen mich spielen möchte“, lacht er. Während der AG wird jedoch nicht nur gespielt, auch Theorie unterrichtet Rodemann. „Die Schüler lernen zum Beispiel, wie Matt in drei Zügen oder in einem Zug möglich ist und wie die Figuren funktionieren“, berichtet er.

Felix Aschberger ist einer der jüngsten Schachspieler an der Schule. „Ich habe mich hier angemeldet, weil es echt cool ist“, erzählt der Siebenjährige, der zum ersten Mal mit seinem Opa und seinem Vater Schach gespielt hat. Auch Malte Heublein hat das Spiel von seinem Vater gelernt. „Ich finde es gut, dass man beim Schach nachdenken muss, außerdem will ich mal gegen meinen Vater gewinnen“, sagt der Neunjährige. Für Jaane Menning (10), eine von zwei Schülerinnen in der AG, ist der schwerste Gegner Mitschüler Luis Blank. „Ihn möchte ich mal schlagen – und Herrn Rodemann“, zeigt sie sich ehrgeizig. Ihr macht es vor allem Spaß, sich eine Taktik zu überlegen. Das Denken und Taktieren ist auch für Justin Koschnitzke das Faszinierende am Schachspielen. Zur AG hat er sich angemeldet, weil er noch besser werden möchte. „Und dann will ich es meinen Eltern beibringen“, sagt der Achtjährige.

Die Schüler messen sich nicht nur beim Spiel während der AG: Der Schachclub Schwarz-Weiß Northeim, dessen Jugendgruppenleiter Rodemann ist, organisiert regelmäßig Jugendturniere, zuletzt Anfang Februar. Von den zehn Teilnehmern in diesem Jahr kamen fünf aus der Schule im Kirchtal. Gespielt wurde ein Schnellturnier mit fünf Runden. Jeder Spieler hatte pro Partie insgesamt 20 Minuten Bedenkzeit. Für jeden Sieg gab es einen Punkt, für ein Remis einen halben. Beste AG-Teilnehmerin war Jaane Menning mit 2,5 Punkten. Es folgten Luis Blank und Malte Heublin mit jeweils zwei Punkten sowie Krister Brodmann (1,5 Punkte) und Felix Aschberger. Sieger des Turniers wurde Tim Leser mit vier Punkten vor dem jüngsten Teilnehmer Moritz Gronemeyer (vier Punkte) und Nicolas Reinecke (drei Punkte). Ebenfalls drei Punkte erspielten sich Niklas Spuck und Leon Polinski, die auf Rang vier und fünf landeten.

Wer selber Schachspielen lernen möchte, kann sich an Rodemann unter 05551/62200 wenden.

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